Samstag, 21. Mai 2016

So wüst und schön sah ich noch keinen Tag - Elizabeth LaBan




Eine berührende und tragische Liebesgeschichte zwischen einem Außenseiter und seiner großen Liebe – ein Internatsroman mit Tiefgang
Im renommierten Irving-College ist es Tradition, seinem Zimmer-Nachfolger eine Überraschung zu hinterlassen. Duncan findet besprochene CDs seines Vorgängers Tim, die eine traurige Liebesgeschichte offenbaren. Tim, der als Albino meist zum Opfer von Anfeindungen und Mobbing wird, verliebt sich darin in die begehrenswerte Vanessa. Mit ihr fühlt er sich das erste Mal nicht als Außenseiter. Trotzdem fehlt ihm der Mut, ihr seine Gefühle zu gestehen. Ein Mangel an Selbstbewusstsein, der zum tragischen Unglück führt. Für Duncan ist Tims Geschichte aber der Anstoß, endlich den entscheidenden Schritt in Richtung Liebe zu tun. Ein mitreißendes Debüt über das Erwachsenwerden, verbotene Liebe und Verlust.

(Quelle des Klappentextes und Covers: Hanser Verlag)


An So wüst und schön sah ich noch keinen Tag von Elizabeth LaBan bin ich durch die LovelyBox von lovelybooks herangekommen. Ich weiß nicht, ob das Buch ohne diese Bücherbox meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hätte - aber als ich es nach dem Auspacken in den Händen hielt und mir die kurze Inhaltsangabe durchgelesen habe, war ich sofort neugierig auf die Geschichte von Duncan und Tim: Zwei Schüler, die eigentlich  nichts miteinander zu tun haben, deren Leben aber durch ein schicksalhaftes Ereignis miteinander verwoben werden. Grund dafür ist, dass beide in einem Internat namens Irving das gleiche Zimmer bewohnen - allerdings leben sie nicht zur gleichen Zeit dort. Tim hat im vorherigen Schuljahr den kleinen Raum bewohnt, in den Duncan zu Beginn des Buches einzieht.

Duncan, der seinem Abschlussjahr an der traditionsreichen Schule Irving mit Freude, aber auch Nervosität entgegenblickt, bezieht auf den ersten Seiten des Buches sein neues Zimmer. Dort findet er einen Stapel CDs - eine Hinterlassenschaft des vorherigen Bewohners Tim. Auf diesen hat er für Duncan seine Geschichte eingesprochen. Denn was Tim besonders macht: Er ist ein Albino und hat sein bisheriges Leben immer damit zu kämpfen gehabt, anders als seine Mitschüler und ein Außenseiter zu sein. An der Irving, an die er ein paar Monate vor seinem Abschluss wechselt, scheint er jedoch endlich akzeptiert zu werden. Doch trotzdem ist zu Beginn von So wüst und schön sah ich noch keinen Tag schnell zu bemerken, dass irgendetwas vorgefallen sein muss. Die dazu hinführenden Ereignisse hat Tim nun im Detail für Duncan aufgenommen. 

Duncan wird schnell von Tims Geschichte gefesselt und es wird für ihn schon fast eine Sucht, nach dem Unterricht die CDs weiter zu hören. Als Leser erfährt man ebenfalls nur stückchenweise, was im letzten Schuljahr vorgefallen ist - so hat mich die Geschichte schnell gefesselt und immer neugieriger gemacht. Doch Duncan ist einen Schritt voraus: Er weiß bereits, wohin die Geschichte führt, denn er war bei diesem tragischen Ereignis im Vorjahr dabei. Nun erfährt er allerdings, inwiefern Tim in die Ereignisse verstrickt war.

Das Buch wird somit aus zwei Perspektiven geschildert: Zum einen erlebt man als Leser Duncans letztes Schuljahr mit - die Traditionen, die dieses an der Irving mit sich bringt sowie die Aufregung der Schüler, kurz vor dem Abschluss zu stehen. Zum anderen erfährt man aus Tims Sicht erzählt die Ereignisse des vorherigen Schuljahres: Wie kam er an die Irving, wie haben die Mitschüler auf seinen Albinismus reagiert und welche Rolle spielte das Mädchen namens Vanessa für ihn. Beide Erzählstränge haben mich fasziniert und berührt. Der Einblick in das Leben beider Jungen hat mir sehr gut gefallen und regt zum Nachdenken an. Zudem hält die Autorin geschickt die Spannung und Neugier aufrecht, indem sie einem beim Lesen nur nach und nach mit Informationen füttert.

Insgesamt hat mich So wüst und schön sah ich noch keinen Tag begeistert. Die Geschichte hat mich mitgenommen und kaum losgelassen. Man kann sich beim Lesen vollkommen in die beiden Hauptcharaktere hineinversetzen, fühlt mit ihnen, ärgert sich sowohl mit ihnen als auch über sie. Beide treffen nicht immer die besten Entscheidungen, aber das macht sie authentisch. Eine wunderschöne, aber auch traurige Liebesgeschichte, die sehr zu empfehlen ist.

5 von 5 Herzen

288 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag; auch als eBook erhältlich
Verlag: Hanser Verlag
Übersetzer: Birgitt Kollmann
Reihe: Einzelband
So wüst und schön sah ich noch keinen Tag bei Amazon

Dienstag, 3. Mai 2016

MonatsBlick April 2016

Der April ist für mich nur so dahin geflogen. Ich habe angenommen, dass ich den Monat über nicht besonders viel gelesen habe - aber rückblickend habe ich doch einiges geschafft und mehrere Bücher sowie ein Hörbuch beendet. Der April hat mit starken Büchern angefangen, nahm dann, was die Bewertungen angeht, allerdings immer weiter ab.

Bildquellen: Loewe Verlag und Randomhouse

Das erste und auch beste Buch, das im vergangenen Monat gelesen habe, war Illuminae von Amie Kaufmann und Jay Kristoff. Den Großteil des Buches habe ich in einem Rutsch gelesen und konnte es kaum aus der Hand legen. Hierbei handelt es sich um einen Sci-Fi-Roman, bei dem zwei Teenager im Fokus stehen, nachdem ihr Planet zerstört wurde. Bevor ich mit der Geschichte angefangen habe, wusste ich nicht so genau, worum es geht und worauf ich mich einlasse - aber schon nach kürzester Zeit war ich hin und weg. Das Besondere an dem Buch ist, dass die Geschehnisse in Form von Chat-Verläufen, Beobachtungen von Überwachungskameras und anderen Dokumenten geschildert werden - und trotzdem haben es die Autoren geschafft, zu den Protagonisten eine unglaubliche Nähe aufzubauen. Illuminae kann ich nur jedem empfehlen und hat ganze 5 von 5 Herzen von mir bekommen.

Danach habe ich zu Emmy & Oliver von Robin Benway gegriffen. Diese Geschichte über Freundschaft ist mir sehr nahe gegangen. Ich habe mit Emmy mitgefiebert, die versucht, sich freizukämpfen, und auch mit Oliver mitgefühlt, der sich plötzlich in ein neues Umfeld einfinden muss. Denn er wurde als Siebenjähriger von seinem eigenen Vater entführt und kommt nun nach zehn Jahren zurück zu seiner Mutter. Die Geschichte ging mir sehr ans Herz und hat insgesamt 4 von 5 Herzen bekommen. Die ganze Rezension dazu gibt HIER nachzulesen.

An Das Licht von Aurora von Anna Jarzab habe ich längere Zeit gelesen und es im April dann beendet, Besonders interessant fand ich den Ansatz der Paralleluniversen. Die Protagonistin findet sich plötzlich in solch einem wieder und soll die dortige Prinzessin vertreten - denn die beiden gleichen sich bis aufs Haar. Die Geschichte hat mir gefallen, mit ein paar Kleinigkeiten hatte ich allerdings Schwierigkeiten. Genaueres dazu kann man HIER in meiner Rezension nachlesen. Insgesamt hat das Buch 4 von 5 Herzen bekommen.

Mit Ein Sommer ohne uns von Sabine Both hatte ich leider nicht nur mit ein paar Kleinigkeiten Probleme. Das Buch über die zwei Abiturienten Verena und Tom, die seit Jahren in einer festen Beziehung sind, nun aber mal etwas Neues ausprobieren möchten, konnte mich leider kaum begeistern. Dafür gab es daher nur 2 Herzen, die Rezension dazu gibt es HIER.

Schließlich habe ich ds Hörbuch Crossfire. Versuchung von Sylvia Day, gelesen von Svantje Wascher, beendet und festgestellt, dass Erotikromane absolut nichts für mich sind, Es war ein erneuter Versuch und ich fand es furchtbar. Die Charaktere fand ich durchweg dämlich und die Handlung schlichtweg nicht nachvollziehbar - und prickelnd schon mal gar nicht. Die Protagonistin Eva beginnt einen neuen Job, verliebt sich sofort in den anziehenden, steinreichen und mysteriösen Gideon Cross und es kommt, wie es kommen muss: Sie beginnen eine Affäre, natürlich haben aber beide eine schwierige Vergangenheit hinter sich, weshalb es immer wieder zu Streitereien und Schwierigkeiten kommt. Dafür gab es von mir 1 Herz und den Entschluss, nicht noch einmal zu einem Roman dieses Genres zu greifen. 

Mittwoch, 20. April 2016

Ein Sommer ohne uns - Sabine Both



Eine offene Beziehung. Für drei Monate. Zwischen Abi und Studium. Sich ausprobieren. Mit anderen. Danach ist alles wieder wie zuvor und Tom und Verena weiterhin ein Paar. Denn sie lieben sich und wollen für immer zusammen bleiben. Doch ist das wirklich so einfach, wie sie es sich vorstellen? 

Verena und Tom kennen sich von klein auf, sind ein Paar, seit sie dreizehn sind. Sie gehören einfach zusammen und das soll für immer so bleiben. 
Aber ein Gedanke lässt Verena – mitten im Abistress und voller Vorfreude auf das anstehende Studium – nicht mehr los: Sie hat noch nie einen anderen Jungen geküsst, geschweige denn Sex mit einem anderen gehabt. Doch sie liebt Tom und sich von ihm zu trennen oder ihn zu betrügen, kommt nicht infrage. 
Als sie schließlich mit Tom darüber spricht, treffen die beiden eine Vereinbarung: eine offene Beziehung, drei Monate Austobzeit nach dem Abi. Danach ist alles wieder wie vorher und die zwei wieder ein Paar. 
Zunächst genießen die beiden es, sich auszuprobieren. Doch sie haben nicht mit den Gefühlen gerechnet, die das Arrangement mit sich bringt: Zweifel tun sich auf. Ängste. Werden sie rechtzeitig einen Ausweg finden? 

(Quelle des Klappentextes und Covers: Loewe Verlag)

Tom und Verena sind nicht nur miteinander aufgewachsen, sondern auch ein Paar seit sie 13 Jahre alt sind. Beide stecken mitten im Abitur, weswegen ihr Leben im Begriff ist, sich grundlegend zu ändern: Abiprüfungen, das Elternhaus verlassen, die erste eigene Wohnung und ein Studium in einer neuen Stadt beginnen. Was sich nicht ändert: Tom und Verena möchten all diese Dinge gemeinsam erleben. Doch plötzlich scheint die Vertrautheit zwischen ihnen nicht mehr so wie früher. Schuld ist bestimmt der Prüfungsstress. Ist das Abi geschafft, wird bestimmt alles wieder so, wie es war - oder?

Ein Sommer ohne uns von Sabine Both, die Geschichte von Verena und Tom, hat es mir nicht leicht gemacht. Zunächst fand ich den Einstieg sehr schwierig. Zu Beginn wird ein Rückblick zu dem Tag gegeben, an dem die Beziehung zwischen den 13-Jährigen beginnt. Hier wird schnell deutlich, dass die Familien der beiden, die auch direkt nebeneinander wohnen, ein sehr enges Verhältnis haben und sehr gut miteinander befreundet sind. Es werden am Anfang jedoch gefühlt wahllos so viele Namen genannt, dass ich sofort den Überblick verloren habe. Wer ist der Vater von wem? Und wer ist jetzt Inge? Dies hat sich leider auch während des restlichen Buches bei mir nicht verändert. Die Namen der Eltern konnte ich beim besten Willen nicht auseinander halten. Abgesehen der beiden Protagonisten blieben die übrigen Charaktere sehr blass und austauschbar.

Wie bereits erwähnt ist das Verhältnis beider Familien untereinander sehr eng. Dieser Eindruck bleibt auch beim weiteren Lesen erhalten: Tom und Verena gehen beim jeweils anderen ein und aus, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit. Die Eltern von Tom behandeln Verena wie ihre eigene Tochter und umgekehrt. Auch was die Beziehung zwischen den beiden Jugendlichen angeht, ist schnell zu spüren, dass sie bereits viele Jahre miteinander verbracht haben und sich in und auswendig kennen. Doch andererseits wird im laufe der Geschichte deutlich, dass beide den jeweils anderen nicht mehr durch die rosarote Brille sehen - nach fünf Jahren Beziehung und noch dazu in so einem jungen Alter überrascht das nicht. In der Geschichte begleitet man die beiden nun dabei, wie sie versuchen, mit der Veränderung sowie der Neugier auf andere Partner zurechtzukommen - oder diese auch auszuleben versuchen.

Die Autorin gibt dabei einen Einblick in die Perspektiven beider Jugendlicher. Im Wechsel berichten jeweils Verena und Tom von den Ereignissen und ihren Gefühlen. So hätte man das Verhalten beider als Leser theoretisch gut nachvollziehen können. Trotzdem hatte ich damit meine Probleme. Der Grund: Die einzelnen Passagen sind mir viel zu kurz geraten. Gefühlt war nach jeweils einer Seite ein Perspektivenwechsel - das war mir persönlich leider viel zu schnell. Zudem war mir Verena aufgrund ihres Verhaltens leider vollkommen unsympathisch. Mitgefühl kam von meiner Seite überhaupt nicht auf, als Verena nicht nur bezüglich Tom eine schwierige Zeit durchmachen muss. Apropos: In der zweiten Hälfte des Buches hat die Autorin versucht, noch richtig viel Drama unterzubringen und auf die Tränendrüse zu drücken. Das war mir einfach zu viel und hat meiner Meinung nach überhaupt nicht in die Geschichte gepasst. 

Ein Sommer ohne uns hat leider nicht meinem Geschmack entsprochen und mich eher enttäuscht zurückgelassen. Das Verhalten der beiden Protagonisten war nicht wirklich nachvollziehbar. Sämtliche Probleme hätte man auch einfach aus der Welt schaffen können, wenn man mal darüber gesprochen hätte - aber genau das passiert nicht. Sie reden nicht miteinander und machen dadurch alles noch schlimmer. Insgesamt wirkte die komplette Geschichte überladen mit Problemen und Drama, Emotionen kamen hingegen bei mir keine hoch.

2 von 5 Herzen

240 Seiten, Broschur; auch als eBook erhältlich
Verlag: Loewe Verlag
Reihe: Einzelband
Ein Sommer ohne uns bei Amazon

Samstag, 16. April 2016

Die Sache mit dem SUB - 1. Teil

Weihnachtliche Neuzugänge 2015

Das Thema "Stapel ungelesener Bücher" ist in der Buchblogger-Szene ein heiß umstrittenes Thema. Auch auf YouTube ist die Thematik vor einiger Zeit ganz schön hochgekocht. Ich habe die Diskussion mitverfolgt, mich selbst aber nicht dazu geäußert. Ich habe auch jetzt nicht vor, einen kritischen Beitrag zum Thema Konsum und viel zu vieler ungelesener Bücher zu schreiben. Ich möchte lediglich einen kleinen Überblick über meinen derzeitigen SUB-Stand geben.

Denn was interessant ist: Seit Jahren krieche ich bei ca. 80 ungelesenen Büchern rum - und das erstaunt mich immer wieder. Ich habe das Gefühl, dass ich lese und lese, dabei aber keine neuen Bücher kaufe und trotzdem baue ich kaum den SUB ab. Wie kann das sein? Von der großen Anzahl ungelesener Bücher möchte ich nämlich schon länger weg kommen. Den Entschluss, nichts mehr zu kaufen, habe ich vor über einem Jahr gefällt. Und vom Gefühl her habe ich das auch ganz gut durchgehalten. Da scheine ich mich aber lange Zeit selbst betuppt zu haben. Wenn ich mir meine YouTube-Videos aus dem letzten Jahr anschaue, waren da doch recht viele Neuzugänge-Videos bei. 

Das größte Problem war jedoch weniger das Kaufen, sondern vielmehr das Schenken lassen und das Anfragen von Rezensionsexemplaren. An meinem Geburtstag letztes Jahr und auch an Weihnachten bin ich vollkommen ausgetickt, sodass ich mir im Prinzip nur Bücher gewünscht habe. Da ich davor kaum bis gar keine gekauft habe, hat mir das Gefühl von neuen Büchern so sehr gefehlt, dass ich es schon fast maßlos übertrieben habe. Ich freue mich darüber, dass ich so vielen tollen Lesestoff geschenkt bekommen habe. Beim Eintragen in meine SUB-Liste habe ich mich dann aber auch wieder etwas geärgert.

Momentan liegen 78 Bücher auf meinem SUB - endlich ist die magische 80er-Grenze geknackt. Gekauft habe ich dieses Jahr noch kein einziges Buch. Nachschub kam zwar dank der tollen LovelyBox, die ich letzten Monat auspacken durfte, trotzdem hier an - das Kaufen von Büchern fehlt mir aber nicht. Vielmehr freue ich mich darauf, endlich die vielen tollen Bücher zu verschlingen, die hier noch auf mich warten, und das teilweise schon seit zwei Jahren! Ich bin mir sicher, in meinem Regal versteckt sich die ein oder andere Perle und ich freue mich darauf, diese zu entdecken. Hin und wieder werde ich vielleicht das ein oder andere Buch kaufen, beispielsweise in Bezug auf Fortsetzungen (bis jetzt habe ich mir noch verkniffen, Die Sturmschwester von Lucinda Riley zu kaufen, obwohl ich SO gespannt darauf bin.). Aber Masseneinkäufe mit zahlreichen neuen Büchern in einem Monat gab es bei mir schon lange nicht mehr.

Ob der SUB weiter sinkt, möchte ich gerne auch zukünftig hier festhalten. Kurzzeitig habe ich überlegt, erneut das "Project 10 Books" zu starten - aber da ich im Moment sowieso keine Bücher kaufe, hat sich das auch wieder erübrigt. Was ich immer noch weiter verfolge ist ein anderes Projekt: Vor bereits über einem Jahr habe ich die 10 Bücher herausgesucht, die am längsten ungelesen bei mir herum liegen und mir vorgenommen, pro Monat mindestens eines davon zu lesen. So ganz habe ich das nicht in die Tat umgesetzt, da ich mich nicht daran gehalten habe, wirklich eines pro Monat davon in die Hand zu nehmen. Aber trotzdem bemühe ich mich, diese Bücher endlich zu lesen. Und ich habe festgestellt, dass mich zwei davon überhaupt nicht mehr interessieren und sie aussortiert. Mittlerweile fehlen noch zwei Bücher, dann sind alle 10 vom SUB runter. Danach werde ich mir die nächsten 10 vorknöpfen und ich bin sehr gespannt, welche das sind! 

Donnerstag, 14. April 2016

Das Licht von Aurora - Anna Jarzab



Schon immer wollte die 16-jährige Sasha in die Rolle ihrer liebsten Romanheldinnen schlüpfen und Abenteuer in fernen Welten erleben. Nicht ahnend, dass die Geschichten ihres Großvaters über Parallelwelten tatsächlich wahr sind, landet sie plötzlich unfreiwillig in Aurora – einer modernen Monarchie. Neben einem Leben am Hofe erwartet Sasha hier auch die ganz große Liebe. Doch Palastintrigen und Verrat drohen ihre Träume zu zerstören ...

(Quelle des Klappentextes und Covers: Loewe Verlag)

Man stelle sich vor, plötzlich in einer anderen Umgebung aufzuwachen, die der eigenen Welt sehr ähnlich, aber trotzdem grundverschieden ist - genau dies passiert in Das Licht von Aurora der Protagonistin Sasha. Plötzlich ist ihr Mitschüler Grant an ihr interessiert, verbringt ungewöhnlich viel Zeit mit ihr und lädt sie sogar zum Abschlussball ein. Doch an diesem Abend wird sie plötzlich aus ihrem gewohnten Leben gerissen und findet sich in einer ihr fremden Umgebung wieder.

Denn was Sasha nicht weiß: Eigentlich ist sie nicht mit Grant zum Abschlussball gegangen, sondern mit einem Jungen aus einem Paralleluniversum, der nur genauso aussieht - ein sogenannter Analog Grants. Aurora nennt sich das Universum, das unserer Welt ähnlich, aber auch wieder grundverschieden ist. In den USA herrscht hier eine Monarchie, doch die Prinzessin Juliana ist verschwunden. Thomas', der aus Aurora stammt und genauso aussieht wie Grant, hat den Auftrag, Sasha in die Parallelwelt zu bringen. Der Grund: Sie ist Julianas Analog. Sie soll den Platz der Prinzessin einnehmen, bis diese wieder auftaucht. 

Die junge Protagonistin wird somit nicht nur plötzlich aus ihrem bisherigen Leben herausgerissen, sondern muss in die Rolle eines Mädchens schlüpfen, das sie überhaupt nicht kennt. Dies allein birgt schon große Schwierigkeiten, hinzu kommen jedoch noch Palastintrigen sowie weitere Geheimnisse, sodass nicht nur Sashas Welt völlig auf den Kopf gestellt wird. Die Protagonistin bleibt dabei jedoch stark, behält einen kühlen Kopf und meistert so auch brenzlige Situationen. Problematischer für mich ist eher Thomas. Mit ihm bin ich nicht ganz warm geworden und sein Verhalten war mir auch nicht immer ganz schlüssig. Leider sind mehrere Personen nicht ganz stark herausgearbeitet, sodass ich mir gewünscht hätte, mehr über sie zu erfahren. Interessant dargestellt hingegen ist Prinzessin Juliana. Von ihr bekommt man nur recht wenig zu lesen - vereinzelt sind Passagen aus ihrer Perspektive eingestreut, die allerdings recht wenig Aufschluss über sie geben. Für mein Verständnis kam sie in diesen kurzen Kapiteln trotzdem als recht unsympathisch rüber, sodass sie - obwohl sie Sasha äußerlich bis aufs Haar gleicht - für mich einen interessanten Kontrast zur sympathischen Protagonistin bildet. 

Bei Das Licht von Aurora handelt es sich um den Auftakt einer Trilogie und das Ende hält noch viel Potential bereit: Die Grundpfeiler für eine spannende Fortsetzung sind gelegt. Ich bin gespannt, wie die Autorin die Geschichte weiterlaufen lässt und die einzelnen Fäden zusammenführt. Zudem bin ich neugierig, ob im zweiten Band einige Nebencharaktere, über die ich bereits hier mehr wissen wollte, eine tragendere Rolle spielen werden. 

Das Licht von Aurora hat sich zügig lesen lassen und mich gut unterhalten. Den Aspekt der Paralleluniversen fand ich sehr interessant und ich bin gespannt, inwiefern diese Thematik im weiteren Verlauf der Trilogie noch weiter ausgebaut wird. Insgesamt eine Geschichte, die ich gerne gelesen habe, wenn sie auch bezüglich der Herausarbeitung einiger Charaktere etwas tiefgründiger hätte sein können. 

4 von 5 Herzen

448 Seiten, gebundene Ausgabe; auch als eBook erhältlich
Verlag: Loewe Verlag
Übersetzt von: Birgit Pfaffinger, Ulrike Brauns
Reihe: 1. Teil der Das Licht von Aurora-Trilogie
Das Licht von Aurora bei Amazon

Dienstag, 12. April 2016

MonatsBlick März 2016

Lang ist es her, dass ich das letzte Mal einen Monatsrückblick abgetippt habe. Ich habe hier bereits erwähnt, dass ich inzwischen leider nicht mehr so viel zum Lesen komme wie früher. Wo früher mehrere Bücher die Woche weggelesen wurden, beende ich mittlerweile im Schnitt etwa drei Bücher monatlich - was ja eigentlich auch nicht besonders schlecht ist. Die meiste Lesezeit habe ich am Wochenende, unter der Woche bin ich meistens so platt, dass ich kaum noch eine Seite schaffe. 



Im März habe ich insgesamt zwei Bücher und ein Hörbuch beendet. Hörbücher höre ich mittlerweile jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit. Im Monat schaffe ich es normalerweise, ein Hörbuch zu beenden. An Leinen los, Seeräubermoses von Kirsten Boie habe ich allerdings weitaus länger gesessen. Das bedeutet aber nicht, dass es mir nicht gefallen hat. 

Die Geschichte um die kleine Moses musste leider ein paar Monate pausieren - und das aus purer Faulheit. Ich hatte mir anfangs nur die erste CD auf meinen iPod gezogen und gehört. Danach war es mir blöderweise immer zu umständlich, die nächsten CDs darauf zu kopieren. Dämlich, ich weiß. Doch dann wollte ich die Geschichte unbedingt beenden und habe die restlichen CDs innerhalb weniger Tage weggehört. Das Hörbuch ist einfach klasse umgesetzt und Karl Menrad als Sprecher erweckt die Charaktere wahrhaft zum Leben. So hat es mit den verschiedenen Stimmen fast den Anschein, dass man ein Hörspiel und kein Hörbuch hört. Wer Lust auf ein lustiges und abwechslungsreiches Hörbuch hat, sollte hier unbedingt zuschlagen. Bei Leinen los, Seeräubermoses handelt es sich allerdings um eine Fortsetzung. Der erste Teil Seeräubermoses muss aber nicht zwingend vorher gehört werden - die Geschehnisse werden anfangs gut zusammengefasst, sodass man auch ohne Kenntnis des ersten Bandes die Geschichte genießen kann. 
Von mir hat das Hörbuch ganze 5 von 5 Herzen bekommen.

Das Gewicht des Himmels von Tracy Guzeman lag leider sehr lange ungelesen bei mir herum. Hier geht es um die Geschichte eines Malers und zwei Schwestern, die sehr geheimnisvoll ist. In dem Buch werden immer wieder Rückblenden zu den ausschlaggebenden Geschehnissen gegeben, sodass man sich nach und nach die Vorfälle erschließen kann. Ich mag Bücher, in denen es um Geheimnisse aus der Vergangenheit geht, sehr gerne. Bei diesem hier wusste ich allerdings lange nicht, was wirklich Sache ist. Die Geschehnisse waren schon voll im Gang als plötzlich klar wurde, worum es hier eigentlich geht und damit habe ich nicht mehr gerechnet - das hat mich etwas verwirrt. Trotzdem hat mir das Buch gefallen und mich gerade gegen Ende sehr mitgenommen. Daher hat das Buch letztendlich 4 von 5 Herzen bekommen.

Von Sebastian Fitzek hatte ich bisher nur ein Buch gelesen - Der Augensammler. Das hat mich sehr mitgenommen, aber zum Schluss auch unglaublich wütend gemacht. Neugierig auf weitere Bücher des Autors war ich definitiv. In der ersten Überraschungs-LovelyBox war dann ein weiterer Fitzek drin: Das Joshua-Profil. Im März habe ich es dann endlich gelesen und auch dieser Roman über einen Mann, dem vorgeworfen wird, in der Zukunft ein schreckliches Verbrechen zu begehen, hat mich unfassbar mitgenommen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe mit dem Protagonisten Max Rhode mitgefiebert, an ihm und an sämtlichen anderen Charakteren gezweifelt und nur so an den Seiten geklebt. Kurzum: Ich war begeistert. Ein unfassbar spannender Thriller, der auch nicht davor scheut, ein Tabuthema aufzugreifen. Daher ganze 5 von 5 Herzen für Das Joshua-Profil von mir.

Der April ist mittlerweile schon ganz gut vorangeschritten und ich freue mich, dass ich sogar schon zwei Bücher beendet habe. (Auch wenn der Großteil des einen auch im März gelesen wurde - Details dazu gibt es dann aber im Monatsrückblick für den April.)

Sonntag, 10. April 2016

Emmy & Oliver - Robin Benway




Emmy hat es satt, ständig in Watte gepackt zu werden. Surfen oder auf Partys gehen kann sie nur hinter dem Rücken ihrer Eltern. Seit zehn Jahren geht das so, seit damals, als der Nachbarjunge entführt wurde. Und auch nachdem Oliver zurückgekehrt ist, ändert sich daran nichts. Dabei will Emmy einfach nur Zeit mit Oliver verbringen. Auf den Wellen reiten. Glücklich sein. Aber die Ereignisse der Vergangenheit haben nicht nur Schatten auf ihr Leben geworfen, sondern auch auf das ihrer Eltern. Emmy spürt: Um glücklich zu werden, muss sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen.

(Quelle des Klappentextes und Bildes: Magellan Verlag)

Die Angst, dass dem eigenen Kind etwas zustößt ist wohl die größte Sorge jeder Eltern. In Emmy & Oliver wird dieses Thema aufgegriffen: Als er sieben Jahre alt ist, wird Oliver von seinem eigenen Vater entführt. Doch in der Geschichte aus der Feder von Robin Benway geht es vordergründig nicht um die Erlebnisse von Oliver, sondern um seine Kindheitsfreundin und Nachbarin Emily, von allen Emmy genannt. Die Entführung ist auch an ihr nicht spurlos vorbei gegangen: Plötzlich ist ihr bester Freund nicht mehr da und ihre Eltern, aus Angst, dass auch der eigenen Tochter etwas zustoßen könnte, gönnen ihr kaum Freiheit.

Nun, zehn Jahre nach seinem Verschwinden, kehrt Oliver plötzlich zurück. Emmy hat viele Jahre auf diesen Tag gehofft und gewartet, trotzdem reißt ihr die Nachricht, dass ihr Freund wieder da ist, den Boden unter den Füßen weg. Zur Seite stehen ihr Drew und Caroline. Als kleine Kinder waren sie alle eng mit Oliver befreundet und sie können es kaum erwarten, ihn endlich wieder in ihrem Kreis begrüßen zu dürfen. Doch dies stellt sich als schwieriger heraus, als gedacht. Oliver muss sich in einem völlig neuen Leben zurechtfinden. In seinem Elternhaus hat sich einiges verändert und viele neue Eindrücke prasseln auf ihn ein. Damit er bei der Umstellung nicht alleine ist, versucht Emmy ihm beizustehen. Die beiden haben sich viele Jahre nicht gesehen, trotzdem spürt sie, dass sie noch eine ganz besondere Freundschaft verbindet.

Genau dies ist das Besondere an Emmy & Oliver: Es geht hauptsächlich nicht, wie man zuerst meinen könnte, um die Entführung eines kleinen Jungen, sondern um Freundschaft. Über die vielen Jahre hinweg hat Emmy an Oliver und seiner Freundschaft festgehalten. Nun, da er wieder da ist und Hilfe braucht, steht sie ihm zur Seite. Als Leser bekommt man hautnah mit, wie die Freundschaft der beiden von neuem zu blühen beginnt und fiebert richtiggehend mit ihnen mit. Von Anfang an fühlt man sich Emmy sehr verbunden, die eine starke junge Frau ist, in ihrem Elternhaus jedoch sehr eingeengt und fast schon überwacht wird. An der Seite von Oliver beginnt sie, nicht nur für ihre Freundschaft, sondern auch für ihre eigene Zukunft zu kämpfen. Dass dies nicht ohne Schwierigkeiten und Streit passiert, ist vorprogrammiert.

Emmy & Oliver ist eine gefühlsgeladene Geschichte über Freundschaft und das Erwachsenwerden. Während man die Charaktere begleitet, wachsen sie einem richtiggehend ans Herz. So fällt es schwer, das Buch aus der Hand zu legen - gleichzeitig hofft man mit ihnen, dass sie ihre Träume erreichen. Insgesamt eine absolute Empfehlung.

5 von 5 Herzen

384 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
Verlag: Magellan Verlag
Übersetzt von: Jessika Komina und Sandra Knuffinke
Reihe: Einzelband
Emmy & Oliver bei Amazon

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