Donnerstag, 21. Juli 2016

Halbjahres-Highlights 2016

Es ist unfassbar, dass mehr als die Hälfte des Jahres schon wieder rum ist. Wir haben doch gerade erst Silvester gefeiert? 

Nicht nur am Ende eines Jahres, sondern auch in der Mitte gucke ich gerne darauf zurück, welche Bücher ich gelesen habe und welche drei davon mir am besten gefallen haben. Besonders schwer ist es mir dieses Mal nicht gefallen. Es waren eher wenige Bücher dabei, die mich bisher komplett umgehauen haben - bis auf diese hier: 


(Bildquelle "Zwei an einem Tag": Heyne Verlag)

Die erste Geschichte, die mich in diesem Jahr besonders gefesselt hat, ist Zwei an einem Tag von David Nicholls. Das Buch gab es eine gewisse Zeit lang gratis bei Amazon für den Kindle und da habe ich zugeschlagen. Bis ich es gelesen habe, hat es allerdings ein paar Jährchen gedauert. Ich habe es dann auf einer längeren Autofahrt angefangen zu lesen und war sofort begeistert. Erzählt wird die Geschichte von Emma und Dexter, die sich gegen Ende ihres Studiums kennenlernen und anfreunden. Als Leser verfolgt man die Beziehung der beiden über viele Jahre hinweg, allerdings erhält man pro Jahr nur Einblick in einen ganz bestimmten Tag - jeweils in den 15. Juli. So ergeben sich Lücken, die man beim Lesen selbst erschließen muss, was mir sehr gut gefallen hat. Zudem mochte ich Emma unheimlich gerne und konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. So habe ich bei den Ereignissen richtig mitgefühlt. Auch nach dem Beenden hat mich das Buch so schnell nicht mehr losgelassen. Eine Geschichte, die ich unbedingt noch einmal lesen möchte! Natürlich habe ich auch sofort die Verfilmung angeschaut - die hat mir jedoch überhaupt nicht gefallen. 

Lasst uns als nächstes über Illuminae von Amie Kaufmann und Jay Kristoff sprechen - ein unglaubliches Buch! Hier merkt man schon auch schon ohne eine einzige Seite wirklich gelesen zu haben, dass es sich um etwas ganz Besonderes handelt. Normalerweise bin ich kein großer Fan von Science Fiction, aber hier muss man einfach eine Ausnahme machen. Hier geht es um die beiden Teenager Kady und Ezra. Kurz nachdem sie miteinander Schluss machen, wird ihr Planet zerstört, sie können sich allerdings noch auf zwei verschiedene Raumschiffe retten. In Form von Chat-Verläufen, Niederschriften von Überwachungskameras und anderen Dokumenten verfolgt man als Leser die Ereignisse rund um die beiden Teenager. Was mich hier neben der spannenden Handlung beeindruckt hat: Die Autoren haben es geschafft, zu den Protagonisten eine unglaubliche Nähe aufzubauen. Ich musste unbedingt wissen, was mit Kady und Ezra geschieht und habe fast das ganze Buch am Stück gelesen. Wer hat es gelesen und ist ebenfalls begeistert?

Mein drittes Highlight ist noch nicht allzu lange her: Im Mai habe ich So wüst und schön sah ich noch keinen Tag von Elizabeth LaBan gelesen. Interessant hier ist die Verknüpfung der beiden Handlungsstränge: Man erfährt einerseits die Geschichte von Duncan, der sein letztes Schuljahr erlebt und somit eine aufregende Zeit durchmacht. Andererseits bekommt man die Ereignisse eines weiteren Schülers zu lesen, der jedoch ein Jahr vor Duncan auf die gleiche Schule gegangen ist und als Außenseiter galt - Tim. Die Autorin hat gekonnt meine Neugier aufrecht erhalten, sodass ich kaum erwarten konnte, worauf letztlich alles hinausläuft. Zudem sind beide Protagonisten nicht perfekt, man schließt sie aber trotzdem ins Herz. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann sich HIER meine Rezension durchlesen.

Was waren eure Halbjahres-Highlights?

Donnerstag, 9. Juni 2016

MonatsBlick Mai 2016


Während ich die Bücher herausgesucht habe, die im Mai von mir beendet wurden, ist mir aufgefallen, dass es doch viel mehr waren als ich angenommen hatte. Vermutlich liegt das daran, dass ich den Großteil des Monats mit einem Buch beschäftigt war - nämlich diesem hier -, das die restlichen Geschichten etwas überschattet hat. Die Bücher auf dem Bild habe ich tatsächlich in den ersten 10 Tagen des Monats ausgelesen, danach hat mich nur noch Der Übergang von Justin Cronin begleitet. (Und ja, ich lese immer noch daran.)

Gefühlt ist es schon sehr, sehr lange her, dass ich Wie Sterne so golden von Marissa Meyer gelesen habe. Den Großteil der Geschichte habe ich noch im April verschlungen, wirklich beendet aber erst Anfang Mai. Der dritte Teil der Luna Chroniken hat mir wie seine Vorgänger wieder sehr gut gefallen. Ich finde es großartig, wie die Autorin in jedem Buch der Reihe eine andere Protagonistin in den Fokus stellt, die Bücher aber trotzdem alle miteinander zusammenhängen und aufeinander aufbauen. Von mir gab es für Wie Sterne so golden 4 von 5 Herzen und ich freue mich wahnsinnig darauf, den Abschlussband zu lesen.

Darauf folgte der vierte Teil der Das Tal-Reihe, Die Prophezeiung von Krystyna Kuhn. Ich habe inzwischen schon häufig gelesen, dass dieser Band vielen nicht besonders gut gefallen hat, ich fand ihn hingegen klasse. Im Vergleich zu den vorherigen Büchern werden hier endlich mal Fortschritte gemacht, um das Geheimnis rund um das Tal aufzudecken. Mich konnte Die Prophezeiung daher um einiges mehr fesseln als der Teil davor. Auch hierfür gab es daher 4 Herzen von mir.

So wüst und schön sah ich noch keinen Tag von Elizabeth LaBan hat mich absolut begeistert. Die Geschichte um Duncan und Tim hat mich mitgerissen und kaum mehr losgelassen. Ein klares 5-Herzen-Buch für mich. Details dazu sind auch hier in meiner Rezension nachzulesen. 

Mark Twains Die Abenteuer von Tom Sawyer hat mich längere Zeit begleitet. Darin habe ich immer mal wieder zwischendurch gelesen, muss aber sagen, dass es mir mitunter schwer gefallen ist, danach zu greifen. Anfangs sind es noch eher einzelne Episoden, die von Tom Sawyers Streichen und Erlebnissen berichten. Im Laufe des Buches hängen die Kapitel jedoch immer mehr miteinander zusammen, was das Buch für mich wiederum etwas interessanter gemacht hat. Letztendlich habe ich es mit 3 Herzen bewertet. 

Keim Monat ohne Hörbuch: Im Mai habe ich auf dem Weg zur Arbeit Nikos Reise durch Raum und Zeit von Sonia Fernandez-Vidal, gelesen von Aleksandar Radenkovic, gehört. In dieser Geschichte werden jungen Hörern die "Geheimnisse" der Physik spielerisch erklärt. Der Protagonist Niko findet sich plötzlich in einer fremden, von Feen bewohnten Welt - dem Quantenuniversum - wieder und wird hier vor Rätsel gestellt, die er mit Hilfe der Physik lösen muss. Ein schöner Ansatz, um Kindern und Jugendlichen diese doch sehr komplexen Zusammenhänge beizubringen, wie ich finde. Mich konnte das Hörbuch allerdings nicht so richtig begeistern, irgendwo hat mir leider doch das gewisse Etwas gefehlt. Daher gab es insgesamt 3 Herzen dafür.

Samstag, 28. Mai 2016

Warum es hier gerade stiller ist.

Oder auch: Hilfe, ich lese einen Wälzer.


Seit Anfang Mai begleitet mich bereits das gleiche Buch: Der Übergang von Justin Cronin. Hierbei handelt es sich um einen Endzeit-Roman, der wahnsinnig spannend ist und mich auch wirklich fesseln kann. Trotzdem lese ich bereits mehrere Wochen daran. Der Grund: Er hat schlappe 1018 Seiten. Mittlerweile habe ich es zwar bis Seite 444 geschafft, trotzdem werde ich aber noch länger Vergnügen mit der Geschichte haben. Daher wird es wohl noch ein kleines Weilchen dauern, bis es hier wieder eine neue Rezension gibt. 

Während ich früher bevorzugt zu dicken Büchern gegriffen habe, gebe ich zu, dass mich solche Wälzer mittlerweile eher abschrecken. Früher habe ich ein Buch mit 1000 Seiten innerhalb von 2 Wochen weggelesen, aber jetzt sieht das leider ganz anders aus. Unter der Woche komme ich kaum dazu, ein Buch in die Hand zu nehmen. Und wenn doch, fallen mir nach 10 Minuten die Augen zu. Meist schaffe ich es nur am Wochenende entspannt zu lesen, aber auch hier ist die Zeit leider begrenzt. Greife ich zu einem Wälzer weiß ich, dass ich damit den nächsten Monat und vermutlich noch länger beschäftigt sein werde - und ich gebe zu: Das gefällt mir nicht. Dafür liegen hier zu viele Bücher herum, die auch noch gelesen werden möchten. (Dies ist übrigens auch ein Grund, weshalb ich stark daran arbeite, den SUB abzubauen: Manchmal fällt es schwer, das aktuelle Buch richtig zu genießen, da man im Kopf beizeiten doch schon beim nächsten ist....)

Aber nun gut. Der Übergang lag lange Zeit ungelesen herum und gehört zu meinen ältesten SUB-Leichen. Höchste Zeit also, dass das Buch gelesen wird! Und genau das werde ich jetzt an diesem Samstagnachmittag tun: Lesen. 


Samstag, 21. Mai 2016

So wüst und schön sah ich noch keinen Tag - Elizabeth LaBan




Eine berührende und tragische Liebesgeschichte zwischen einem Außenseiter und seiner großen Liebe – ein Internatsroman mit Tiefgang
Im renommierten Irving-College ist es Tradition, seinem Zimmer-Nachfolger eine Überraschung zu hinterlassen. Duncan findet besprochene CDs seines Vorgängers Tim, die eine traurige Liebesgeschichte offenbaren. Tim, der als Albino meist zum Opfer von Anfeindungen und Mobbing wird, verliebt sich darin in die begehrenswerte Vanessa. Mit ihr fühlt er sich das erste Mal nicht als Außenseiter. Trotzdem fehlt ihm der Mut, ihr seine Gefühle zu gestehen. Ein Mangel an Selbstbewusstsein, der zum tragischen Unglück führt. Für Duncan ist Tims Geschichte aber der Anstoß, endlich den entscheidenden Schritt in Richtung Liebe zu tun. Ein mitreißendes Debüt über das Erwachsenwerden, verbotene Liebe und Verlust.

(Quelle des Klappentextes und Covers: Hanser Verlag)


An So wüst und schön sah ich noch keinen Tag von Elizabeth LaBan bin ich durch die LovelyBox von lovelybooks herangekommen. Ich weiß nicht, ob das Buch ohne diese Bücherbox meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hätte - aber als ich es nach dem Auspacken in den Händen hielt und mir die kurze Inhaltsangabe durchgelesen habe, war ich sofort neugierig auf die Geschichte von Duncan und Tim: Zwei Schüler, die eigentlich  nichts miteinander zu tun haben, deren Leben aber durch ein schicksalhaftes Ereignis miteinander verwoben werden. Grund dafür ist, dass beide in einem Internat namens Irving das gleiche Zimmer bewohnen - allerdings leben sie nicht zur gleichen Zeit dort. Tim hat im vorherigen Schuljahr den kleinen Raum bewohnt, in den Duncan zu Beginn des Buches einzieht.

Duncan, der seinem Abschlussjahr an der traditionsreichen Schule Irving mit Freude, aber auch Nervosität entgegenblickt, bezieht auf den ersten Seiten des Buches sein neues Zimmer. Dort findet er einen Stapel CDs - eine Hinterlassenschaft des vorherigen Bewohners Tim. Auf diesen hat er für Duncan seine Geschichte eingesprochen. Denn was Tim besonders macht: Er ist ein Albino und hat sein bisheriges Leben immer damit zu kämpfen gehabt, anders als seine Mitschüler und ein Außenseiter zu sein. An der Irving, an die er ein paar Monate vor seinem Abschluss wechselt, scheint er jedoch endlich akzeptiert zu werden. Doch trotzdem ist zu Beginn von So wüst und schön sah ich noch keinen Tag schnell zu bemerken, dass irgendetwas vorgefallen sein muss. Die dazu hinführenden Ereignisse hat Tim nun im Detail für Duncan aufgenommen. 

Duncan wird schnell von Tims Geschichte gefesselt und es wird für ihn schon fast eine Sucht, nach dem Unterricht die CDs weiter zu hören. Als Leser erfährt man ebenfalls nur stückchenweise, was im letzten Schuljahr vorgefallen ist - so hat mich die Geschichte schnell gefesselt und immer neugieriger gemacht. Doch Duncan ist einen Schritt voraus: Er weiß bereits, wohin die Geschichte führt, denn er war bei diesem tragischen Ereignis im Vorjahr dabei. Nun erfährt er allerdings, inwiefern Tim in die Ereignisse verstrickt war.

Das Buch wird somit aus zwei Perspektiven geschildert: Zum einen erlebt man als Leser Duncans letztes Schuljahr mit - die Traditionen, die dieses an der Irving mit sich bringt sowie die Aufregung der Schüler, kurz vor dem Abschluss zu stehen. Zum anderen erfährt man aus Tims Sicht erzählt die Ereignisse des vorherigen Schuljahres: Wie kam er an die Irving, wie haben die Mitschüler auf seinen Albinismus reagiert und welche Rolle spielte das Mädchen namens Vanessa für ihn. Beide Erzählstränge haben mich fasziniert und berührt. Der Einblick in das Leben beider Jungen hat mir sehr gut gefallen und regt zum Nachdenken an. Zudem hält die Autorin geschickt die Spannung und Neugier aufrecht, indem sie einem beim Lesen nur nach und nach mit Informationen füttert.

Insgesamt hat mich So wüst und schön sah ich noch keinen Tag begeistert. Die Geschichte hat mich mitgenommen und kaum losgelassen. Man kann sich beim Lesen vollkommen in die beiden Hauptcharaktere hineinversetzen, fühlt mit ihnen, ärgert sich sowohl mit ihnen als auch über sie. Beide treffen nicht immer die besten Entscheidungen, aber das macht sie authentisch. Eine wunderschöne, aber auch traurige Liebesgeschichte, die sehr zu empfehlen ist.

5 von 5 Herzen

288 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag; auch als eBook erhältlich
Verlag: Hanser Verlag
Übersetzer: Birgitt Kollmann
Reihe: Einzelband
So wüst und schön sah ich noch keinen Tag bei Amazon

Dienstag, 3. Mai 2016

MonatsBlick April 2016

Der April ist für mich nur so dahin geflogen. Ich habe angenommen, dass ich den Monat über nicht besonders viel gelesen habe - aber rückblickend habe ich doch einiges geschafft und mehrere Bücher sowie ein Hörbuch beendet. Der April hat mit starken Büchern angefangen, nahm dann, was die Bewertungen angeht, allerdings immer weiter ab.

Bildquellen: Loewe Verlag und Randomhouse

Das erste und auch beste Buch, das im vergangenen Monat gelesen habe, war Illuminae von Amie Kaufmann und Jay Kristoff. Den Großteil des Buches habe ich in einem Rutsch gelesen und konnte es kaum aus der Hand legen. Hierbei handelt es sich um einen Sci-Fi-Roman, bei dem zwei Teenager im Fokus stehen, nachdem ihr Planet zerstört wurde. Bevor ich mit der Geschichte angefangen habe, wusste ich nicht so genau, worum es geht und worauf ich mich einlasse - aber schon nach kürzester Zeit war ich hin und weg. Das Besondere an dem Buch ist, dass die Geschehnisse in Form von Chat-Verläufen, Beobachtungen von Überwachungskameras und anderen Dokumenten geschildert werden - und trotzdem haben es die Autoren geschafft, zu den Protagonisten eine unglaubliche Nähe aufzubauen. Illuminae kann ich nur jedem empfehlen und hat ganze 5 von 5 Herzen von mir bekommen.

Danach habe ich zu Emmy & Oliver von Robin Benway gegriffen. Diese Geschichte über Freundschaft ist mir sehr nahe gegangen. Ich habe mit Emmy mitgefiebert, die versucht, sich freizukämpfen, und auch mit Oliver mitgefühlt, der sich plötzlich in ein neues Umfeld einfinden muss. Denn er wurde als Siebenjähriger von seinem eigenen Vater entführt und kommt nun nach zehn Jahren zurück zu seiner Mutter. Die Geschichte ging mir sehr ans Herz und hat insgesamt 4 von 5 Herzen bekommen. Die ganze Rezension dazu gibt HIER nachzulesen.

An Das Licht von Aurora von Anna Jarzab habe ich längere Zeit gelesen und es im April dann beendet, Besonders interessant fand ich den Ansatz der Paralleluniversen. Die Protagonistin findet sich plötzlich in solch einem wieder und soll die dortige Prinzessin vertreten - denn die beiden gleichen sich bis aufs Haar. Die Geschichte hat mir gefallen, mit ein paar Kleinigkeiten hatte ich allerdings Schwierigkeiten. Genaueres dazu kann man HIER in meiner Rezension nachlesen. Insgesamt hat das Buch 4 von 5 Herzen bekommen.

Mit Ein Sommer ohne uns von Sabine Both hatte ich leider nicht nur mit ein paar Kleinigkeiten Probleme. Das Buch über die zwei Abiturienten Verena und Tom, die seit Jahren in einer festen Beziehung sind, nun aber mal etwas Neues ausprobieren möchten, konnte mich leider kaum begeistern. Dafür gab es daher nur 2 Herzen, die Rezension dazu gibt es HIER.

Schließlich habe ich ds Hörbuch Crossfire. Versuchung von Sylvia Day, gelesen von Svantje Wascher, beendet und festgestellt, dass Erotikromane absolut nichts für mich sind, Es war ein erneuter Versuch und ich fand es furchtbar. Die Charaktere fand ich durchweg dämlich und die Handlung schlichtweg nicht nachvollziehbar - und prickelnd schon mal gar nicht. Die Protagonistin Eva beginnt einen neuen Job, verliebt sich sofort in den anziehenden, steinreichen und mysteriösen Gideon Cross und es kommt, wie es kommen muss: Sie beginnen eine Affäre, natürlich haben aber beide eine schwierige Vergangenheit hinter sich, weshalb es immer wieder zu Streitereien und Schwierigkeiten kommt. Dafür gab es von mir 1 Herz und den Entschluss, nicht noch einmal zu einem Roman dieses Genres zu greifen. 

Mittwoch, 20. April 2016

Ein Sommer ohne uns - Sabine Both



Eine offene Beziehung. Für drei Monate. Zwischen Abi und Studium. Sich ausprobieren. Mit anderen. Danach ist alles wieder wie zuvor und Tom und Verena weiterhin ein Paar. Denn sie lieben sich und wollen für immer zusammen bleiben. Doch ist das wirklich so einfach, wie sie es sich vorstellen? 

Verena und Tom kennen sich von klein auf, sind ein Paar, seit sie dreizehn sind. Sie gehören einfach zusammen und das soll für immer so bleiben. 
Aber ein Gedanke lässt Verena – mitten im Abistress und voller Vorfreude auf das anstehende Studium – nicht mehr los: Sie hat noch nie einen anderen Jungen geküsst, geschweige denn Sex mit einem anderen gehabt. Doch sie liebt Tom und sich von ihm zu trennen oder ihn zu betrügen, kommt nicht infrage. 
Als sie schließlich mit Tom darüber spricht, treffen die beiden eine Vereinbarung: eine offene Beziehung, drei Monate Austobzeit nach dem Abi. Danach ist alles wieder wie vorher und die zwei wieder ein Paar. 
Zunächst genießen die beiden es, sich auszuprobieren. Doch sie haben nicht mit den Gefühlen gerechnet, die das Arrangement mit sich bringt: Zweifel tun sich auf. Ängste. Werden sie rechtzeitig einen Ausweg finden? 

(Quelle des Klappentextes und Covers: Loewe Verlag)

Tom und Verena sind nicht nur miteinander aufgewachsen, sondern auch ein Paar seit sie 13 Jahre alt sind. Beide stecken mitten im Abitur, weswegen ihr Leben im Begriff ist, sich grundlegend zu ändern: Abiprüfungen, das Elternhaus verlassen, die erste eigene Wohnung und ein Studium in einer neuen Stadt beginnen. Was sich nicht ändert: Tom und Verena möchten all diese Dinge gemeinsam erleben. Doch plötzlich scheint die Vertrautheit zwischen ihnen nicht mehr so wie früher. Schuld ist bestimmt der Prüfungsstress. Ist das Abi geschafft, wird bestimmt alles wieder so, wie es war - oder?

Ein Sommer ohne uns von Sabine Both, die Geschichte von Verena und Tom, hat es mir nicht leicht gemacht. Zunächst fand ich den Einstieg sehr schwierig. Zu Beginn wird ein Rückblick zu dem Tag gegeben, an dem die Beziehung zwischen den 13-Jährigen beginnt. Hier wird schnell deutlich, dass die Familien der beiden, die auch direkt nebeneinander wohnen, ein sehr enges Verhältnis haben und sehr gut miteinander befreundet sind. Es werden am Anfang jedoch gefühlt wahllos so viele Namen genannt, dass ich sofort den Überblick verloren habe. Wer ist der Vater von wem? Und wer ist jetzt Inge? Dies hat sich leider auch während des restlichen Buches bei mir nicht verändert. Die Namen der Eltern konnte ich beim besten Willen nicht auseinander halten. Abgesehen der beiden Protagonisten blieben die übrigen Charaktere sehr blass und austauschbar.

Wie bereits erwähnt ist das Verhältnis beider Familien untereinander sehr eng. Dieser Eindruck bleibt auch beim weiteren Lesen erhalten: Tom und Verena gehen beim jeweils anderen ein und aus, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit. Die Eltern von Tom behandeln Verena wie ihre eigene Tochter und umgekehrt. Auch was die Beziehung zwischen den beiden Jugendlichen angeht, ist schnell zu spüren, dass sie bereits viele Jahre miteinander verbracht haben und sich in und auswendig kennen. Doch andererseits wird im laufe der Geschichte deutlich, dass beide den jeweils anderen nicht mehr durch die rosarote Brille sehen - nach fünf Jahren Beziehung und noch dazu in so einem jungen Alter überrascht das nicht. In der Geschichte begleitet man die beiden nun dabei, wie sie versuchen, mit der Veränderung sowie der Neugier auf andere Partner zurechtzukommen - oder diese auch auszuleben versuchen.

Die Autorin gibt dabei einen Einblick in die Perspektiven beider Jugendlicher. Im Wechsel berichten jeweils Verena und Tom von den Ereignissen und ihren Gefühlen. So hätte man das Verhalten beider als Leser theoretisch gut nachvollziehen können. Trotzdem hatte ich damit meine Probleme. Der Grund: Die einzelnen Passagen sind mir viel zu kurz geraten. Gefühlt war nach jeweils einer Seite ein Perspektivenwechsel - das war mir persönlich leider viel zu schnell. Zudem war mir Verena aufgrund ihres Verhaltens leider vollkommen unsympathisch. Mitgefühl kam von meiner Seite überhaupt nicht auf, als Verena nicht nur bezüglich Tom eine schwierige Zeit durchmachen muss. Apropos: In der zweiten Hälfte des Buches hat die Autorin versucht, noch richtig viel Drama unterzubringen und auf die Tränendrüse zu drücken. Das war mir einfach zu viel und hat meiner Meinung nach überhaupt nicht in die Geschichte gepasst. 

Ein Sommer ohne uns hat leider nicht meinem Geschmack entsprochen und mich eher enttäuscht zurückgelassen. Das Verhalten der beiden Protagonisten war nicht wirklich nachvollziehbar. Sämtliche Probleme hätte man auch einfach aus der Welt schaffen können, wenn man mal darüber gesprochen hätte - aber genau das passiert nicht. Sie reden nicht miteinander und machen dadurch alles noch schlimmer. Insgesamt wirkte die komplette Geschichte überladen mit Problemen und Drama, Emotionen kamen hingegen bei mir keine hoch.

2 von 5 Herzen

240 Seiten, Broschur; auch als eBook erhältlich
Verlag: Loewe Verlag
Reihe: Einzelband
Ein Sommer ohne uns bei Amazon

Samstag, 16. April 2016

Die Sache mit dem SUB - 1. Teil

Weihnachtliche Neuzugänge 2015

Das Thema "Stapel ungelesener Bücher" ist in der Buchblogger-Szene ein heiß umstrittenes Thema. Auch auf YouTube ist die Thematik vor einiger Zeit ganz schön hochgekocht. Ich habe die Diskussion mitverfolgt, mich selbst aber nicht dazu geäußert. Ich habe auch jetzt nicht vor, einen kritischen Beitrag zum Thema Konsum und viel zu vieler ungelesener Bücher zu schreiben. Ich möchte lediglich einen kleinen Überblick über meinen derzeitigen SUB-Stand geben.

Denn was interessant ist: Seit Jahren krieche ich bei ca. 80 ungelesenen Büchern rum - und das erstaunt mich immer wieder. Ich habe das Gefühl, dass ich lese und lese, dabei aber keine neuen Bücher kaufe und trotzdem baue ich kaum den SUB ab. Wie kann das sein? Von der großen Anzahl ungelesener Bücher möchte ich nämlich schon länger weg kommen. Den Entschluss, nichts mehr zu kaufen, habe ich vor über einem Jahr gefällt. Und vom Gefühl her habe ich das auch ganz gut durchgehalten. Da scheine ich mich aber lange Zeit selbst betuppt zu haben. Wenn ich mir meine YouTube-Videos aus dem letzten Jahr anschaue, waren da doch recht viele Neuzugänge-Videos bei. 

Das größte Problem war jedoch weniger das Kaufen, sondern vielmehr das Schenken lassen und das Anfragen von Rezensionsexemplaren. An meinem Geburtstag letztes Jahr und auch an Weihnachten bin ich vollkommen ausgetickt, sodass ich mir im Prinzip nur Bücher gewünscht habe. Da ich davor kaum bis gar keine gekauft habe, hat mir das Gefühl von neuen Büchern so sehr gefehlt, dass ich es schon fast maßlos übertrieben habe. Ich freue mich darüber, dass ich so vielen tollen Lesestoff geschenkt bekommen habe. Beim Eintragen in meine SUB-Liste habe ich mich dann aber auch wieder etwas geärgert.

Momentan liegen 78 Bücher auf meinem SUB - endlich ist die magische 80er-Grenze geknackt. Gekauft habe ich dieses Jahr noch kein einziges Buch. Nachschub kam zwar dank der tollen LovelyBox, die ich letzten Monat auspacken durfte, trotzdem hier an - das Kaufen von Büchern fehlt mir aber nicht. Vielmehr freue ich mich darauf, endlich die vielen tollen Bücher zu verschlingen, die hier noch auf mich warten, und das teilweise schon seit zwei Jahren! Ich bin mir sicher, in meinem Regal versteckt sich die ein oder andere Perle und ich freue mich darauf, diese zu entdecken. Hin und wieder werde ich vielleicht das ein oder andere Buch kaufen, beispielsweise in Bezug auf Fortsetzungen (bis jetzt habe ich mir noch verkniffen, Die Sturmschwester von Lucinda Riley zu kaufen, obwohl ich SO gespannt darauf bin.). Aber Masseneinkäufe mit zahlreichen neuen Büchern in einem Monat gab es bei mir schon lange nicht mehr.

Ob der SUB weiter sinkt, möchte ich gerne auch zukünftig hier festhalten. Kurzzeitig habe ich überlegt, erneut das "Project 10 Books" zu starten - aber da ich im Moment sowieso keine Bücher kaufe, hat sich das auch wieder erübrigt. Was ich immer noch weiter verfolge ist ein anderes Projekt: Vor bereits über einem Jahr habe ich die 10 Bücher herausgesucht, die am längsten ungelesen bei mir herum liegen und mir vorgenommen, pro Monat mindestens eines davon zu lesen. So ganz habe ich das nicht in die Tat umgesetzt, da ich mich nicht daran gehalten habe, wirklich eines pro Monat davon in die Hand zu nehmen. Aber trotzdem bemühe ich mich, diese Bücher endlich zu lesen. Und ich habe festgestellt, dass mich zwei davon überhaupt nicht mehr interessieren und sie aussortiert. Mittlerweile fehlen noch zwei Bücher, dann sind alle 10 vom SUB runter. Danach werde ich mir die nächsten 10 vorknöpfen und ich bin sehr gespannt, welche das sind! 
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