Mittwoch, 22. Februar 2017

Since You've Been Gone - Morgan Matson {Englisch}


Wenn man keine Lust mehr auf Winter hat, kann man sich mit einem schönen leichten Sommerbuch ein bisschen Wärme in die kalte Jahreszeit holen. Aus diesem Grund habe ich im Januar zu Since You've Been Gone von Morgan Matson gegriffen. Die Autorin ist für ihre sommerlichen Geschichten bekannt und auch dieses Buch passt voll in dieses Schema. Ich hatte keine großen Erwartungen an die Geschichte, sondern habe einfach nach einer leichten Unterhaltung gesucht. So gesehen kann man behaupten, dass das Buch meine Erwartungen voll übertroffen hat, denn mich konnte die Geschichte von Emily wirklich begeistern. 

Für Emily haben endlich die Sommerferien angefangen, die sie kaum erwarten konnte. Sie hatte Pläne mit ihrer besten Freundin Sloane und wollte die freien Monate einfach nur mit ihr genießen. Wie so häufig kommt es dann aber doch anders als gedacht. Von einem Tag auf den anderen ist Sloane verschwunden. Emily weiß nicht, wo ihre beste Freundin steckt und kann sie auch auf dem Handy nicht erreichen. Der Sommer, von dem Emily sich so viel versprochen hat, sieht plötzlich ganz anders aus: Sie ist vollkommen alleine und auch ihre Eltern sind damit beschäftigt, ein Theaterstück zu schreiben und leben während dieser Zeit in ihrer ganz eigenen Welt. Aber dann flattert ein kleiner Lichtblick ins Haus: Sloane hat Emily eine To-Do-Liste mit 13 Aufgaben geschickt, die sie im Laufe des Sommers bewältigen soll. Alles sind natürlich Aufgaben, die Emily viel Überwindung kosten werden. So soll sie etwas stehlen, einen Fremden küssen, Nacktbaden gehen und noch viel mehr. In der Hoffnung, dass das Abhaken jedes einzelnen Punktes Sloane wieder zurückbringt, stellt Emily sich den Aufgaben. Manche kosten sie viel Mut, manche gehen doch leichter als gedacht. Was hier im Laufe der Geschichte toll zu beobachten ist, ist die Entwicklung, die Emily durchmacht. 

Zu Beginn ist sie ein ruhiges, eher unscheinbares Mädchen, das sich hinter der extrovertierten Sloane versteckt hat. In kleinen Rückblicken werden hin und wieder im Laufe des Buches Situationen aus der Vergangenheit zwischen den beiden geschildert, in denen dies deutlich wird. Zudem erwähnt Emily selbst immer wieder, dass Sloane diejenige von den beiden war, die die Dinge in die Hand genommen hat und der es leicht gefallen ist, mit anderen ins Gespräch zu kommen. Aus diesem Grund ist Emily zu Beginn des Buches sehr unbeholfen und schüchtern in Gegenwart von anderen Jugendlichen - es ist keine Sloane da, die das Eis bricht. Ich muss sagen, dass mir Sloane zum einen aufgrund der Tatsache, dass sie einfach ohne ein Wort abhaut, und andererseits aufgrund ihres Verhaltens in den Rückblenden sehr unsympathisch war. Emily hat dies für mich wieder wett gemacht, obwohl sie natürlich auch Fehler hat. Aber ich mochte sie unglaublich gerne und konnte ihre Zurückhaltung vollkommen nachvollziehen! Und wie bereits gesagt: Sie macht eine gehörige Entwicklung durch. Ob das nun an der Liste von Sloane liegt oder an anderen Freundschaften, die sie im Laufe des Sommers schließt, ist schwer zu sagen. Beides hängt vermutlich miteinander zusammen. Für mich hat Emily als Charakter die Geschichte zu etwas Besonderem gemacht und ich habe sie wirklich sehr genossen.

Freundschaft, Liebe, Verzweiflung - alles ist bei Since You've Been Gone zu finden. Emily ist eine tolle Protagonistin und auch die übrigen Charaktere, die sie während des Sommers kennenlernt und die ihr bei der Bewältigung der Aufgaben helfen, konnten mich begeistern. Einzig der Bezug zu Sloane hat mir gefehlt, was schade ist - so fiel es mir manchmal schwer, die besondere Beziehung zwischen den beiden Mädchen nachzuvollziehen. Trotzdem ist es eine schöne Geschichte, die man nicht unbedingt im Sommer lesen muss. Und ganz typisch Morgan Matson: Natürlich fehlen auch in diesem Buch die abgedruckten Playlists nicht. Von mir gab es insgesamt 4 von 5 Herzen.



480 Seiten, Taschenbuch; auch als eBook erhältlich
Verlag: Simon & Schuster
Deutscher Titel: Dreizehn Wünsche für einen Sommer (cbj)
Reihe: Einzelband
Since You've Been Gone bei Amazon
Dreizehn Wünsche für einen Sommer bei Amazon

Samstag, 18. Februar 2017

MonatsBlick Januar 2017


Der erste Lesemonat im neuen Jahr ist schon vorbei und ich bin sehr zufrieden, wie der Januar 2017 lesetechnisch gelaufen ist. Beendet habe ich vier Bücher und somit genau mein monatliches Vorhaben erfüllt. (Momentan sieht es leider so aus, dass dies im Februar nicht der Fall sein wird...)

Seit Beginn des Jahres bin ich wieder vermehrt mit der Bahn unterwegs und ich lese daher wieder viel auf meinem Kindle. Das erste Buch, das ich 2017 beendet habe, ist ein englisches eBook: The Forgotten Ones von Laura Howard. Hierbei handelt es sich um den ersten Band einer Trilogie und für mich wird es auch nur beim ersten Teil bleiben - die weiteren werde ich definitiv nicht lesen. Ich konnte überhaupt nichts mit der Protagonistin Allison anfangen, zudem war der Plot wenig innovativ und unausgereift. Allison bekommt eines Tages plötzlich Besuch von einem Mann, der behauptet, ihr Vater zu sein. Außerdem behauptet er, die letzten Jahre in der Welt der Tuatha de Danaan gelebt zu haben - einem alten irischen Feen-Volk. Allisons Mutter leidet an Schizophrenie und ist schon lange nicht mehr die Frau, die sie früher einmal war. Natürlich weiß der plötzlich aufgetauchte Vater aber, wie er Allisons Mutter heilen kann und für die drei geht es zusammen in die geheimnisvolle Welt der Feen. Das Buch konnte mich nicht wirklich unterhalten und ich habe ständig innerlich die Augen über das Verhalten von Allison verdreht. Empfehlen kann ich The Forgotten Ones daher nicht, es wurde soweit ich weiß aber auch nicht ins Deutsche übersetzt.

Da das erste beendete Buch im neuen Jahr leider ein Flop war, habe ich mich umso mehr darüber gefreut, dass das zweite Buch ein kleines Highlight war: The School for Good and Evil von Soman Chainani. Ich habe den Schuber mit allen drei Bänden der Reihe zu Weihnachten geschenkt bekommen und sofort angefangen zu lesen. Und ich kann nur sagen: Ein richtig tolles, kreatives und lustiges Buch. Ich freue mich sehr darauf, die beiden Fortsetzungen zu lesen! Wer Genaueres zum ersten Band wissen möchte, kann sich hier meine Rezension dazu durchlesen. 

Als nächstes habe ich Die dunkle Königin, Band 8 der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe von George R. R. Martin beendet. Ich gebe zu: Das Buch habe ich nicht komplett im Januar gelesen, sondern vor längerer Zeit schon angefangen. Schon mehrere der Bücher aus der Reihe waren für mich ein Auf und Ab - mal mega spannend, mal plätschert die Handlung ein wenig dahin -, aber keines der Bücher hat sich bisher so gezogen wie dieses hier. Zwischendurch habe ich sogar überlegt, ob ich wirklich weiter lesen oder es einfach abbrechen soll. Mein Problem war, dass einige Protagonisten, von denen ich unbedingt wissen möchte, wie es mit ihnen weitergeht, keine Erwähnung finden. Der Autor hat sich dabei etwas gedacht, aber dennoch hatte ich mit diesem Teil leider nicht so viel Spaß. Trotzdem werde ich die weiteren Bände lesen - da ich momentan die Fernsehserie (zum zweiten Mal) schaue, habe ich wieder richtig Lust auf Game of Thrones bekommen. 

Und zuletzt sollte es spannend werden und ich habe daher zu einem Thriller gegriffen: Angstmädchen von Jenny Milewski. Zu Anfang konnte mich die Geschichte von Malin, die in ein WG-Zimmer zieht, in dem es plötzlich zu spuken beginnt, richtig mitreißen. Mit der Zeit hat das Tempo dann aber wieder abgenommen und die Handlung hat sich etwas gezogen. Insgesamt konnte mich das Buch daher nicht wirklich fesseln - Details dazu könnt ihr aber hier in meiner Rezension nachlesen. 

Wie ist euer erster Lesemonat im neuen Jahr gelaufen?

Sonntag, 12. Februar 2017

Irre glücklich - Jenny Lawson


Irre glücklich von Jenny Lawson fällt eigentlich nicht in die Kategorie der Bücher, die ich normalerweise lese - zumindest dachte ich es am Anfang. Die Beschreibung auf der Rückseite klang für mich wie eine Art Selbsthilfebuch, in dem die Autorin ihre eigene Geschichte zum Thema Depressionen erzählt und Tipps gibt, wie man mit der Krankheit umgehen kann. Hinterher habe ich aber festgestellt, dass es sich hier nicht um einen klassischen Ratgeber handelt. 

Was meine Aufmerksamkeit  auf das Buch gezogen hat, war das ungewöhnliche Cover: Ein Waschbär, der - wie der Titel des Buches sagt - irre glücklich aussieht. Da es mir zu der Zeit, als ich auf das Buch gestoßen bin, nicht ganz so gut ging, wollte ich es unbedingt lesen - auch wenn Ratgeber normalerweise nicht in mein Beuteschema fallen. Als ich es dann in den Händen hielt, hatte ich einen dieser berühmten Aha-Momente. Plötzlich wusste ich, warum mir der Name der Autorin so bekannt vorkam! Jenny Lawson ist im Internet auch als "The Bloggess" bekannt und schreibt seit vielen Jahren einen Blog, in dem sie auf sehr unterhaltsame Weise aus ihrem Leben erzählt. (Besonders im Kopf geblieben ist mir der Post über Beyonce, dem riesen Huhn aus Metall, über den ich mich sehr amüsiert habe.) Regelmäßig verfolgt habe ich den Blog allerdings nicht, sodass ich auch nicht mitbekommen habe, dass sie ein zweites Buch veröffentlicht hat: Irre glücklich. 

Was ich ebenfalls nicht wusste, da ich "The Bloggess" vor einigen Jahren nur sporadisch besucht habe, ist, dass Jenny Lawson an Depressionen und unter Angststörungen leidet. Irre glücklich ist eine Sammlung an Geschichten aus ihrem Leben und wie sie versucht, das Beste daraus zu machen. Denn auch wenn die Krankheiten ihr das Leben schwer machen - in den Momenten, in denen sie nicht die Oberhand gewinnen, möchte sie alles, was möglich ist rausholen und einfach irre glücklich sein. Das Buch ist somit keine zusammenhängende Geschichte, sondern ganz viele verschiedene Episoden aus ihrem Leben. Abgedruckt sind kleine Streitereien mit ihrem Ehemann, verrückte Geschichten über ihre Katzen oder über ausgestopfte Tiere (ja, wirklich), aber auch Momente, in denen die Autorin sich ihren Ängsten stellt. So erzählt sie beispielsweise von ihrer Reise nach Australien, die ein Abenteuer, aber auch eine große Herausforderung für sie war.

Bevor man das Buch in die Hand nimmt, muss man sich bewusst sein, dass Jenny Lawson - in einer ganz liebevollen Art und Weise - schon ein bisschen verrückt ist. Ihre Gedankengänge und Ideen sind unfassbar komisch, aber auf diese Art Humor muss man stehen. Meinen Geschmack trifft es, sodass ich in jedem Kapitel mindestens einmal laut aufgelacht habe. Was mich aber erstaunt hat, war die Art und Weise, wie die Autorin über ihre Krankheiten spricht. Manchmal wird in einem kurzen Absatz oder auch nur in einem Nebensatz erwähnt, welche Auswirkungen diese auf ihr Leben haben - und diese sind wirklich immens. Die Passagen sind bedrückend und traurig, aber trotzdem schafft Jenny Lawson es, dass im gesamten Buch der Humor überwiegt. Es beeindruckt, wie sie mit ihrer Situation umgeht und inspiriert dazu, sich den eigenen Ängsten zu stellen. Ich habe das Buch sehr genossen und kann es daher nur empfehlen. Ganze 5 von 5 Herzen gab es für Irre glücklich


Das Buch wurde mir kosten- und bedingungslos vom Verlag für eine Rezension zugeschickt.

320 Seiten, Klappenbroschur
Verlag: Kailash
Reihe: Einzelband
Irre glücklich bei Amazon

Mittwoch, 25. Januar 2017

The School for Good and Evil - Soman Chainani


Eine märchenhafte Geschichte voller Fantasie und Witz - wer danach sucht, ist bei The School for Good and Evil von Soman Chainani genau richtig! Mit viel Kreativität wird die Geschichte von Sophie und Agatha erzählt, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Agatha trägt am liebsten schwarze und triste Kleidung und ist ein Einzelgänger. Ihre Freundin Sophie hingegen sieht mit ihrem blonden Haar aus wie ein Engel, sie ist hilfsbereit und kann es kaum erwarten, endlich eine richtige Märchen-Prinzessin zu sein. Denn alle vier Jahre werden zwei Kinder aus ihrem Dorf vom sogenannten Schulmeister entführt und gelangen in die Schule für Gut und Böse. Wie der Name bereits erahnen lässt, werden die Kinder hier streng eingeteilt in Gut und Böse, um für ihr zukünftiges Märchen ausgebildet zu werden - entweder als Bösewicht oder als Prinzessin.

Sophie weiß, dass ihr das Leben als Prinzessin vorherbestimmt ist. Für sie ist es somit keine Überraschung, dass sie zu den zwei Kindern gehört, die entführt werden. Agatha wird ebenfalls vom Schulmeister mitgenommen und so beginnt das größte Abenteuer der beiden Mädchen. Zur Überraschung der beiden landet Sophie jedoch bei den Bösen und Agatha bei den Guten - hier kann ja wohl nur ein Fehler vorliegen! Beide Mädchen haben es aufgrund der falschen Zuordnung nicht leicht, sich in der Schule einzugewöhnen. Für Sophie steht fest: Die Verwechslung muss so schnell wie möglich berichtigt werden. Agatha hingegen möchten am liebsten einfach nur wieder zurück in ihre Heimat. Einziger Lichtpunkt für sie ist Sophie, ihre beste Freundin.

Als Leser bekommt man im Wechsel von den Erlebnissen der beiden Mädchen zu lesen. Sie haben mit fiesen Mitschülern, den ungewohnten Unterrichtsfächern und den Lehrern zu kämpfen. Da Sophie und Agatha so unterschiedlich sind, kommt an keinem Punkt der Geschichte Langeweile auf. Mich hat The School for Good and Evil somit sehr schnell in seinen Bann gezogen und auch nicht mehr losgelassen. Die Wende der Ereignisse ist vielleicht keine riesige Überraschung, aber trotzdem macht es einfach nur Spaß, das Buch zu lesen - auch wenn man nach einer Weile einer der Protagonistinnen nur noch wenig Sympathie entgegenbringen kann. Der Grund für den hohen Unterhaltungswert sind die großen Fantasie und Kreativität, die in die Geschichte geflossen sind: Die Schule steckt voller Überraschungen und Magie. Zudem hat mich das Buch mehrmals laut auflachen lassen - der trockene Humor hat die Geschichte ebenfalls zu etwas Besonderem gemacht.

Für mich war der erste Teil der Trilogie The School für Good and Evil ein richtiges Highlight, wenn es auch ein paar kleine Schwächen aufweist. Die Grundidee, dass Märchen wahr sind und die Protagonistinnen dieser jeweils in der Schule für Gut und Böse ausgebildet werden, ist einfach klasse. Zudem sind die Erlebnisse der beiden Mädchen sehr unterhaltsam und mit einem Augenzwinkern erzählt. Ich freue mich darauf, die beiden Fortsetzungen zu lesen. Insgesamt gab es daher 4 von 5 Herzen von mir.


512 Seiten, gebundene Ausgabe (deutsche Ausgabe)
Verlag: Ravensburger (englisch: Harper Collins)
Übersetzer: Ilse Rothfuss
Reihe: Band 1 der The School for Good and Evil-Trilogie

Sonntag, 22. Januar 2017

Anstmädchen - Jenny Milewski



Wenn es draußen kalt und trüb ist, ist ein Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legen kann, genau das Richtige für mich. Daher war ich Feuer und Flamme, als ich den Klappentext von Angstmädchen von Jenny Milewi gelesen habe: Das klingt genau nach dem richtigen Winter-Buch für mich! Die junge Protagonistin Malin studiert an der Uni in Linköping und bekommt mitten im Semester endlich ein Zimmer in einem der Studentenwohnheime zugeteilt. Was sie zunächst nicht weiß: Das Zimmer ist plötzlich frei geworden, da sich die vorherige Bewohnerin Yuko das Leben genommen hat. Eher zufällig erfährt sie von ihren Mitbewohnern, dass sich Yuko in ihrer Badewanne die Pulsadern aufgeschnitten hat. Daraufhin geschehen zunehmend merkwürdige Dinge. Malin findet büschelweise Haare, die nicht von ihr stammen können, sie hat Albträume und sieht  nachts immer wieder eine gruselige Gestalt. Ihre anfängliche Freude über das Zimmer weicht schnell, stattdessen wird es ihr immer unheimlicher. Sie ist sich sicher: Yuko ist noch da und möchte ihr und auch den anderen Bewohnern nichts Gutes - eine Handlung, die große Spannung verspricht.

Der Einstieg in die Geschichte fällt leicht. Mit einem kurzen Prolog wird die Spannung sofort geschürt und die ersten 100 Seiten haben mich nicht enttäuscht. Ohne Vorgeplänkel ist man direkt mitten in der Geschichte und begleitet Malin dabei, wie sie ihr neues Zimmer bezieht und ihre Mitbewohner kennenlernt. Und es dauert auch nicht lang, bis die ersten merkwürdigen Geschehnisse in Malins Zimmer eintreten, von denen man als Leser weiß, dass sie nichts Gutes bedeuten können. Doch nach einer kleinen Weile hat sich die Handlung für meinen Geschmack ein wenig gezogen. Es wurde versucht, durch kleinere unheimliche Geschehnisse Spannung und Angst aufzubauen. Diese Spannung war aber leider nur von kurzer Dauer.  So ganz konnte mich das Buch hier leider nicht packen. Erst das letzte Drittel hat es wieder in sich und hat mich mitreißen können. Der Schluss dagegen ließ mich etwas enttäuscht zurück - dieser war leider keine Überraschung. Fragen blieben ungeklärt und es hat der besondere Kniff gefehlt. 

So richtig konnte mich Angstmädchen daher leider nicht fesseln. Malin als Charakter mochte ich gerne, die übrigen Charaktere wie ihre Mitbewohner blieben hingegen etwas blass. Ich hatte Schwierigkeiten damit, sie auseinander zu halten und hätte mir gewünscht, mehr über sie zu erfahren. Was mir gefallen hat, war das Einbringen japanischer Folklore in die Geschichte - auch wenn dies leider erst zu einem recht späten Zeitpunkt geschieht. Da mir der Einstieg sehr gut gefallen hat und mich das letzte Drittel gruseln konnte, bekommt das Buch insgesamt 3 von 5 Herzen von mir.


Das Buch wurde mir kosten- und bedingungslos vom Verlag für eine Rezension zugeschickt.

336 Seiten, Klappenbroschur
Verlag: Heyne
Übersetzer: Maximilian Stadler
Reihe: Einzelband
Angstmädchen bei Amazon

Sonntag, 15. Januar 2017

MonatsBlick Dezember 2016


Da ist mir doch fast der Monatsrückblick für den Dezember durchgerutscht! Der Januar rauschte bisher nur so an mir vorbei, sodass ich gar nicht bemerkt habe, dass der Dezember schon ein Weilchen hinter uns liegt. Trotzdem darf mein MonatsBlick der Vollständigkeit halber nicht fehlen. Der Dezember war sehr Frauenliteratur-lastig und ich habe drei Bücher und ein Hörbuch beendet.


Angefangen hat mein Dezember mit Die Geschenke meiner Mutter von Cecilie Enger. Dieses Buch hat mich sehr berührt, aber es hat eine gewisse Zeit gebraucht, bis ich damit warm geworden bin. Die Protagonistin Cecilie findet in ihrem Elternhaus Listen, auf denen ihre Mutter akribisch über viele Jahrzehnte hinweg alle Weihnachtsgeschenke notiert hat. Das Tragische daran: Cecilies Mutter ist an Alzheimer erkrankt und lebt seit kurzem in einem Pflegeheim. Anhand der Listen taucht die Protagonistin nun in ihre Familiengeschichte ein, erinnert sich an vergangene Geschichten und schafft es so ebenfalls, sich mit der Gegenwart auseinanderzusetzen. Insgesamt ist mir das Buch sehr ans Herz gegangen. Meine Rezension dazu gibt es hier

Im Anschluss hat mich Blütenzauber und Liebeswunder von Christina Jones mehrere Tage begleitet. Das Buch hat sehr lange auf meinem Stapel ungelesener Bücher gelegen und, wie so oft, ärgere ich mich jetzt darüber. Denn die Geschichte hat mich begeistert und sehr gut unterhalten! Hier geht es um Frankie, die eine kleine Boutique erbt - ihr großer Traum eines eigenen Ladens hat sich erfüllt. Aber da gibt es leider einen Haken: Eines Tages steht plötzlich ein kleiner Mann in ihrem Geschäft und behauptet, vor kurzem verstorben zu sein. Zusätzlich verdreht ein neuer Stadtbewohner, der als Casanova gilt, Frankie den Kopf. Die Geschichte lebt von ihren skurrilen Charakteren und war eine riesige Überraschung für mich. Genaueres dazu könnt ihr hier nachlesen. 

Zum Glück ein Jahr von Sophia Bergmann hingegen konnte mich eher weniger begeistern. Hier geht es um zwei Freundinnen, die sich in der Silvesternacht vornehmen, ihre Ängste zu überwinden und ihr Leben umzukrempeln: Jede von ihnen muss im neuen Jahr eine Liste mit Neujahrsvorsätzen abarbeiten. Diese sind teils harmlos, manche haben es aber auch in sich. Man begleitet die Freundinnen Nelly und Julia im Buch dabei, wie sie versuchen, ihre Aufgaben abzuhaken - mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Im Grunde genommen ist dies auch unterhaltsam. Was jedoch nach einer Weile mein Lesevergnügen gemindert hat, ist die Tatsache, dass sich Nelly und Julia ständig anzicken. Sie sollen dick befreundet sein, aber leider haben sie kaum nette Worte füreinander übrig - dementsprechend konnte ich ihnen diese Freundschaft nicht wirklich abnehmen. Wer Näheres dazu wissen möchte: Hier findet ihr meine Rezension. 

Und zuletzt habe ich im Dezember auch ein Hörbuch gehört: Schuld war nur der Mistelzweig von Judy Astley. Ich hatte große Lust auf eine weihnachtliche Geschichte und da kam diese genau richtig. Die Geschichte ist auch weihnachtlich, aber leider sehr vorhersehbar. Hier geht es um Thea, deren Eltern sich ein idyllisches Weihnachtsfest mit der ganzen Familie weit weg von zu Hause wünschen. Aber alles kommt anders, als es sich Theas Eltern und Geschwister vorgestellt haben und von Idylle kann wirklich nicht die Rede sein. Mich hat das Hörbuch gut unterhalten, Überraschungen hielt es aber leider nicht bereit. Auch zu diesem Hörbuch gibt es hier eine kurze Rezension. 

Sonntag, 8. Januar 2017

Eat Like a Gilmore - Kristi Carlson


Als großer Fan der Fernsehserie Gilmore Girls habe ich mich riesig über die Nachricht gefreut, dass es ein Kochbuch mit lauter Rezepten aus der Serie geben wird. Wer Rory und Lorelai kennt, weiß dass gesunde Ernährung nicht an erster Stelle bei den beiden steht - und dementsprechend steckt Eat Like a Gilmore. Das inoffizielle Kochbuch für Fans der Gimore Girls von Kristi Carlson voller deftiger, leckerer Rezepte.

Unterteilt ist das Kochbuch in verschiedene Kategorien, von "Cocktails, Mocktails & andere Getränke" über "Pancakes, Frech Toast, Omelettes & Frühstücksflocken" bis hin zu "Fleisch, Meresfrüchte & Hauptgerichte". Natürlich sind noch viele weitere Kategorien dabei (wie zum Beispiel himmlisch klingende Cookies und Muffins). Aber ganz im Stil der Gilmore Girls bekommt auch Kaffee ein eigenes Kapitel. Hier ist nicht nur das "Einmaleins des Kaffees" zu finden, das hilfreiche Tipps für die perfekte Tasse Kaffee gibt, sondern auch leckere Rezepte rund um die Kaffeebohne - jeweils in der Sookie- (heißt alles ist selbstgemacht und eher aufwendig) und in der Lorelai-Variante (Hauptsache schnell fertig und wenig Arbeit).

Dies zeigt, dass sich die Verfasserin des Buches nicht einfach nur sämtliche in der Serie erwähnten Gerichte aufgeschrieben und Rezepte dazu kreiert hat. Sie hat sich richtig Gedanken dazu gemacht, wie man wiederholt den Bezug zur Serie geben kann. So ist ebenfalls zu Beginn eines jeden Rezeptes nicht nur vermerkt, aus wessen Küche es stammt - Sookies Küche, Luke's Diner, Emilys Haus und viel mehr -, sondern ein kurzer, unterhaltsam geschriebener Text mit Hinweis auf die Szene der Serie, aus der das Gericht stammt. 

Natürlich musste ich direkt ein Rezept aus dem Buch ausprobieren. Da mich das Buch in der Weihnachtszeit erreicht hat, habe ich den Zuckerstangen-Kaffee von Weston's ausprobiert (in der Lorelai-Variante). Und er war sehr, sehr lecker!


Insgesamt bin ich begeistert von Eat Like a Gilmore. Man merkt, dass sehr viel Arbeit in dem Buch steckt und die Herausgeberin ein wahrer Fan der Gilmore Girls ist. Ich freue mich sehr darauf, weitere Rezepte aus dem Buch auszuprobieren! Jedem Fan, dem auch regelmäßig beim Anschauen der Serie das Wasser im Mund zusammenläuft, kann ich das Rezeptbuch nur ans Herz legen: Egal ob Luke's Pancakes, Luke's Cheeseburger oder Sookies magisches Risotto - alle Rezepte können nun nachgekocht werden. Dafür gibt es volle 5 von 5 Herzen von mir.


Das Buch wurde mir kosten- und bedingungslos vom Verlag für eine Rezension zugeschickt.

286 Seiten, Paperback
Verlag: Shaker Media
Reihe: Einzelband
Eat Like a Gilmore bei Amazon

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
 
Blogging tips