Dienstag, 26. Juni 2012

Literaturverfilmungen - Yay or Nay?

Ich habe es gestern auch endlich mal geschafft mir die Verfilmung von Die Tribute von Panem anzusehen.
Und ich kann mich den Begeisterungsstürmen nicht wirklich anschließen. Ganz ehrlich gesagt hat mir der Film überhaupt nicht gefallen.
Das Innenleben von Katniss war nicht ersichtlich und damit wurde meiner Meinung nach die Beziehung zwischen ihr und Peeta nicht hinreichend dargestellt. Teilweise hat sich die Handlung gezogen wie Kaugummi und mir war zwischendurch sogar langweilig. Die Bücher fand ich um Weiten besser als den Film.

Die Tribute von Panem hat mich über Literaturverfilmungen generell schon etwas ins Grübeln gebracht. Ich habe den Eindruck, dass jedes einigermaßen erfolgreiche Buch sofort verfilmt werden muss, was irgendwo ja auch eine tolle Sache ist. Ich liebe die Harry Potter Bücher und ich habe nicht nur den Erscheinungstagen der Bücher entgegen gefiebert, sondern auch der Filme. Die Atmosphäre wurde in den Verfilmungen toll umgesetzt und ich schaue sie mir immer wieder gerne an.

Problem an der Sache für mich ist: wenn ich jetzt die Bücher noch einmal lese, sehe ich alles so vor mir wie es im Film ausgesehen hat. Vorher lief sozusagen mein eigener Film im Kopf, aber der wurde jetzt ersetzt. Und das finde ich schade.
Genauso geht es mir auch bei Twilight. Lese ich eines der Bücher noch mal, sehe ich jetzt immer Robert Pattinson vor mir und nicht mehr den Edward, den ich mir ursprünglich ausgemalt hatte. Und meinen Edward fand ich um einiges attraktiver als den Film-Edward.
Mal ganz davon abgesehen, dass ich mir den ersten Teil von Breaking Dawn letztens angesehen habe und ich den so schlecht fand, dass ich mich teilweise wirklich fremdschämen musste.

So toll manche Literaturverfilmungen auch sind...trotzdem finde ich, dass Bücher in manchen Fällen einfach Bücher bleiben sollten. Kopfkino kann doch so schön sein. Und die letzten paar Verfilmungen, die ich gesehen habe, fand ich einfach nicht gut.
Für mich kann ein Film einem Buch einfach nicht das Wasser reichen.

Mich würde mal interessieren wie andere das sehen: Buchverfilmungen - yay oder nay?

Dani hat gesagt…

Ich bin etwas zwiegespalten. Wenn es sich um Verfilmungen erfolgreicher Bücher handelt, sind dennoch meist die Bücher besser. Aber mit HP gab es wirklich einen Glücksgriff- die Filme sind fantastisch! :)
Es gibt auch die ein oder andere Verfilmung, die mir sogar besser gefallen hat, als das Buch (z.B. Der Herr der Ringe). Aber meistens sind die Verfilmungen eben nicht so gut. Das liegt aber auch wiederum daran, dass der Film im Relation zum Buch sehr kurz ist und man nicht alles einbringen kann, was dann oftmals die Komplexität nimmt.

Lydia hat gesagt…

Nay - ich mag Buchverfilmungen fast immer nicht. ^^ Bis jetzt fand ich nur die Harry Potter Verfilmungen wirklich gut, ansonsten war der Rest eine große und ärgerliche Enttäuschung, weil ich, wie du oben schon beschrieben hast, nur noch die teilweise miesen Schauspieler im Kopf habe, wenn ich das Buch wieder lese. ^^

Mein absolutes Lieblingsbuch "Seelen" von Stephenie Meyer wird (oder ist schon) verfilmt und ich werde auf keinen Fall den Trailer, die Werbung oder gar den Film anschauen. "Meine Version" lass ich mir dieses Mal nicht kaputt machen. :D

LG!
Toller Blog und danke für's Leserin werden, ich bin es jetzt auch bei dir. ;)

Lydia

Pia hat gesagt…

Ach, Herr der Ringe! Da hast du recht. Ich habe das erste Buch gelesen, aber dann aufgegeben und mir doch lieber die Filme angeguckt.

Kurzweilerin hat gesagt…

Hm, das kommt bei mir ganz aufs Buch an und vor allem darauf, ob ich den Film zuerst gesehen habe. Die ersten vier Harry-Potter-Teile habe ich z.B. zuerst gesehen und dann gelesen, weshalb meine Fantasie eigentlich schon zerstört war und ich mir die Figuren nicht selbst vorstellen konnte :(. Vielleicht finde ich die Filme deshalb ganz gut.

Und Twilight habe ich zuerst gelesen, aber weil diese doofen Filmplakate allgegenwärtig waren, konnte ich mir die Figuren auch nicht mehr wirklich so vorstellen, wie ich wollte. Mir gefällt der Edward übrigens auch nicht soo...

Und bei Panem muss ich zugeben, dass ich das Buch immer noch nicht gelesen habe, den Film aber schon gesehen habe, aber ich habe auch von anderen gehört, dass Katniss' Gefühle im Film zu kurz kommen. Das war eigentlich schon fast klar, denn es käme auch doof rüber, wenn man ihre Gedanken hören könnte. In erster Linie geht es den Leuten vermutlich ums Geld, deshalb verfilmen sie alles...

Ich sage immer: Wenn ich mal ein Buch schreibe, dann sorge ich dafür, dass ich bei der Verfilmung mitreden kann, damit alles so aussieht, wie ich es mir vorgestellt habe =D.

Ich bin gespannt auf die Verfilmung von "Rubinrot", da habe ich total Angst, dass die nicht so gut wird, wie ich sie mir vorstelle...

Hihi, sorry, jetzt habe ich dich total vollgequatscht ;))

LG Charlie

piubella hat gesagt…

Bis auf "Herr der Ringe" fand ich keine Buchverfilmung so richtig gut.
"Eragon" und "Beim Leben meiner Schwester", zwei Bücher, die ich wirklich toll fand, waren der reinste Filmhorror für mich. Weil in beiden Filmen so viel verändert wurde und "Beim Leben meiner Schwester" sogar ein total anderes Ende rauskam...schrecklich!
"Hunger Games" möchte ich mir aber trotzdem noch anschauen, wenn es auf DVD raus ist, da ich mit dem dritten Teil der Panem Trilogie nicht so zufrieden war und ich mir da von den Filmemachern irgendwie wünsche, sie kriegen es besser hin...klingt komisch und widerspricht sich irgendwie...aber ist bis jetzt auch nur die Ausnahme.
Ansonsten bin ich immer der Meinung: Lest das Buch, ist viel besser! Außer wie gesagt bei HdR, da bin ich von der Verfilmung begeistert. Obwohl ich da dann auch immer anführe: aber wenn du es liest, erlebst du die Geschichte noch mal ganz anders:-)
Liebe Grüße Kerstin

Becky Sharp hat gesagt…

Mir geht's da ähnlich wie dir. Die meisten Filme zerstören einfach das, was du dir in deiner Fantasie aufgebaut hattest, egal ob die Verfilmung nun gelungen ist oder nicht. Harry Potter ist da wirklich eine Ausnahme. Eine Verfilmung, die mich mehr als enttäuscht hat, war "Tintenherz". Grauenhaft! Ich habe das Buch so sehr geliebt, aber der Film war schlecht besetzt und furchtbar umgesetzt, dabei hatte ich mir so viel erwartet...

Rosalie hat gesagt…

Ich fand die Panem Verfilmung auch schlecht und dachte schon, ich wär die Einzige. Bin gespannt wie der Film für Leute ist, die das Buch nicht kennen.
Harry Potter fand ich gut und die Twilight Saga eigentlich auch nicht so schlecht. Aber von The Hunger Games war ich wirklich enttäuscht!

Jana hat gesagt…

Ich denke, dass man nie den Anspruch haben darf in einem Film ein Buch wiederzufinden. Deshalb hast Du natürlich recht, dass man sich fragen muss warum es überhaupt verfilmt wurde. Ich habe die Tribute nicht gelesen, fand den Film deshalb sehr gut gemacht. Gleiches gilt für Herr der Ringe. Die unendliche Geschichte finde ich als Film auch ganz toll, ähnlich ist es bei den Verfilmungen der Nicholas Sparks Filme. Da habe ich sowohl bei den Büchern, als auch bei den Filmen Rotz und Wasser geflennt! ;)Aber ich vergleiche es auch nie direkt mit einem Buch, sondern sehe den Film eher getrennt. Vielleicht hilft mir das die ENttäuschung gering zu halten.

Seitenakrobatin hat gesagt…

Meine Antwort auf deine Nachricht =)
Keine Sorge, ich habe dich verstanden^^ Sehe das so wie du. Die ganze Vorstellung die man sich macht - wie sehen die Personen aus, die Welt die im Buch so schön beschrieben wurde - wird zerstört durch Bilder, die oft nicht mit der eigenen Fantasie mithalten können. Meine bescheidene Meinung *hust* ;D

Kaugummiqueen hat gesagt…

Hey :)
Also bei mir ist es genau anders rum, ich fand den Film "The Hunger Games" sehr gut und die Harry Potter Verfilmungen eher schlecht :D
Aber ich gebe dir recht, dass es nach einem Film immer schwierig ist, sein "Kopfkino" beizuhalten, was manchmal echt schade ist, wenn man mit einer Charakterdarstellung in einem Film nicht zufrieden ist.
Also ich kann deine Standpunkte verstehen.
Grüße, KQ :)

~*Nina*~ hat gesagt…

Hejj! :)
Also bei mir ist es ziemlich dasselbe.
Einmal den Film gesehn - schwups - ist das Kopfkino flöten gegangen.
Extrem schade, da wie du auch meintest, mein Edward bei weitem attraktiver war! ;)
Bei Twilight war ich schon skeptisch was die Verfilmung anging, hab mich dann aber trotzdem ins Kino gesetzt und finde die Filme eigentlich ganz gut umgesetzt.
Bei Panem viel mir das ganze schon schwerer, habs aber dann trotzdem in den Kinosaal geschafft…und naja…es war nicht ganz soo schlecht wie erwartete, doch auch ich hätte einiges lieber anders gesehen, manchmal wirkte die Handlung zu schnell, manchmal zog sie sich ewig in die Länge.
So also mein Entschluss für die Zukunft – Die nächste Buchverfilmung eines meiner Lieblingsbücher werd ich auf keinen Fall ansehn.
Trotzdem denke ich, dass man das Buch dann doch irgendwo vom Film trennen muss.
Man stellt nämlich einfach zu hohe Ansprüche und im Endeffekt ist der Film ja gar nicht so schlecht wie man dachte... ;)
lg
Nina

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