Samstag, 7. Juli 2012

Numbers. Den Tod im Blick - Rachel Ward



Seit dem Tod ihrer Mutter weiß Jem, dass sie eine furchtbare Gabe besitzt. Deshalb meidet sie Menschen, ist am liebsten allein. Bis sie Spinne kennenlernt und mit ihm das Leben. Zum ersten Mal ist sie beinahe so etwas wie glücklich. Doch als Spinne und sie gemeinsam zum Londoner Riesenrad fahren, passiert es - um sie herum haben plötzlich alle dieselbe Zahl. Jem weiß: Etwas Furchtbares wird passieren. Heute. Hier. Fluchtartig verlassen Spinne und Jem das Gelände. Und lösen damit eine Kettenreaktion aus. Die beiden werden zu Gejagten. Von der Polizei, den Menschen, den Medien. Und Spinnes Todestag rückt näher und näher...

Die Thematik an sich in Numbers fand ich recht spannend. Jem, 15 Jahre alt, hat an dem Tag, an dem ihre Mutter starb endgültig verstanden, was die Zahlen bedeuten, die sie seit ihrer Kindheit vor sich sieht. Sobald sie jemandem in die Augen schaut, sieht sie das Datum, an dem derjenige sterben wird. Da Jem es nicht ertragen kann ständig an die Sterblichkeit erinnert zu werden, zieht sie sich vollkommen zurück und versucht so gut es geht alleine und ohne Freunde zurecht zu kommen.
Bis sie Spinne näher kennen lernt, einen Jungen aus ihrer Klasse, dessen Zukunftsaussichten genau so schlecht stehen wie die von Jem. Die beiden freunden sich an, doch Jem kennt durch ihre besondere Gabe Spinnes Todesdatum, das nicht mehr fern liegt.
Bei einem Ausflug zum London Eye stellt Jem plötzlich fest, dass alle Menschen um sie herum die gleiche Zahl haben, und zwar die Zahl dieses Tages. Sie begreift, dass etwas schreckliches passieren wird und sie und Spinne fliehen. Kurz darauf gibt es eine Explosion und da die beiden Jugendlichen gesehen wurden, wie sie fluchtartig den Schauplatz verlassen haben, werden sie als Terroristen verdächtigt und so beginnt ihre gemeinsame Flucht vor der Polizei, die den Großteil des Buches einnimmt.

Ich sage es mal direkt vorweg: Numbers hat mir nicht gefallen. Überhaupt nicht. Der Klappentext klang so vielversprechend und spannend, aber bereits auf den ersten 20 Seiten wusste ich, dass dieses Buch nichts für mich ist.
Erst mal zur Sprache: Der Sprachstil ist...nicht unbedingt kinderfreundlich. Es wird ordentlich geflucht und es hat mich irgendwo gestört, dass Spinne sehr umgangssprachlich redet. Da wird "willst du" zu "willste" und "hast du" zu "haste" und ja, das hat mich auf die Palme gebracht. Bei Facebook oder vielleicht auch mal in einem Blogpost kann man so schreiben, aber in einem Buch stört mich das ungemein.
Das Buch ist aus der Sicht von Jem geschrieben, die den Leser auch öfters ganz plötzlich anspricht. Damit kam ich auch nicht so wirklich zurecht, da es mich im Lesefluss gestört hat.

Der Hauptgrund warum mir das Buch überhaupt nicht zugesagt hat ist, dass Jem mir von Grund auf unsympathisch war. Jem ist frech, bemitleidet sich konstant selber und nörgelt nur rum. Beispiel: sie wird gerade als Terrorist verdächtigt und flieht vor der Polizei, und alles was ihr einfällt ist sich darüber zu beschweren, dass sie ein paar Tüten tragen muss.
Ja, Jem war immer alleine und hat es nicht leicht zu wissen, wann alle Menschen um sie herum sterben werden. Aber ein bisschen zusammenreißen kann man sich doch irgendwo schon, oder? 15 Jahre alt hin oder her. Von der Heldin eines Buches sollte man das meiner Meinung nach schon erwarten können.



Zusätzlich hatte ich ab einem bestimmten Zeitpunkt Probleme die Logik hinter der ganzen Flucht nachzuvollziehen. Ich bin daher leider überhaupt nicht mit Numbers warm geworden. Vielleicht hätte es mir besser gefallen, wenn mir Jem etwas sympathischer gewesen wäre, aber irgendwann empfand ich die komplette Handlung nur noch als unlogisch. Von mir daher von mir leider keine Lese-Empfehlung.

Numbers. Den Tod im Blick ist übrigens das erste Buch einer Trilogie, allerdings steht für mich fest, dass ich die übrigen Teile nicht lesen werde. Nur 1 von 5 Herzen.




Seiten: 363
Verlag: Carlsen Verlag / Chicken House
Erscheinungsdatum: 19. März 2010
Crazy hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Crazy hat gesagt…

hey, ich bins Crazy. .
Tolle Rezension! Schade bloß, dass dir das Buch nciht gefallen hat!
Jedenfalls ist dein Header echt toll! Und sieht wirklich ein bisschen so aus wie meines!! :D
naja, ist ja auch egal ! ^^

Liebe Grüße Crazy ♥

Charlie♥ hat gesagt…

Ich fand das Buch auch nicht so berauschend. Interessant, dass es dich auch so aufregt, wenn die Sprache in Büchern so ... umgangssprachlich ist. Das kann ich auch nicht leiden. Am schlimmsten finde ich, wenn an manchen Stellen der Dativ verwendet wird obwohl eindeutig der Genitiv hingehört!Und da wundern sich die Erwachsenen, dass die "Jugend von heute" den Genitiv nicht mehr kennt.

thacMS hat gesagt…

seyy schade dass dir das buch nicht gefallen hat *schulterzuck* und danke fürs leser werden. Mein schreibstil?! *kicher und umfall* kann man dqs hirngefrostete einen schreibstil nennen?! :D dein blog ist auch sehr toll und ich werde gleich leser, wenn ich wieder zuhause bin. Von meinem handy geht das leider nicht *grummel* bis dann:)

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