Donnerstag, 12. Juli 2012

Zirkel - Sara B. Elfgren und Mats Strandberg



Engelsfors. Hübscher Name für eine miese Stadt mitten im Nirgendwo. Hier leben Minoo, Vanessa, Anna-Karin, Rebecka, Linnéa und Ida. Sechs Mädchen, die nicht verschiedener sein könnten, mit ganz eigenen Träumen, Wünschen und Sorgen. Abgesehen davon, dass sie auf dieselbe Schule gehen und sich nicht besonders mögen, haben die sechs absolut keine Gemeinsamkeiten. Glauben sie. Aber da ist doch etwas, das sie teilen: Die düsteren Albträume, aus denen sie mit Brandgeruch in den Haaren erwachen, und die eigenartigen Dinge, die auf einmal um sie herum geschehen. Nach dem mysteriösen Tod eines Mitschülers werden sie nachts in einem verlassenen Vergnügungspark mitten im Wald zusammengeführt. Wie ist das möglich? Und was sollen sie hier? Sie erfahren von einer alten Prophezeiung, die behauptet, dass besondere Kräfte besitzen und auserwählt sind. Auserwählt, das Böse zu bekämpfen, das sich ausgerechnet an der Schule von Engelsfors seine Heimstatt gesucht hat. Für die sechs ist plötzlich nichts mehr, wie es war. Etwas sucht nach ihnen, jagt sie. Die Mädchen müssen lernen, mit ihren Kräften umzugehen, und vor allem müssen sie einander vertrauen. Wird es ihnen gelingen? Denn nur im Zirkel können sie die dunklen Mächte besiegen und der Kampf hat schon begonnen...

Bei Zirkel ist mir zunächst das schicke Cover ins Auge gefallen, das mich sofort angesprochen hat. Der Schutzumschlag ist toll gestaltet und fühlt sich irgendwie...hochwertig an. Aber auf den Inhalt kommt es ja an:

An der Schule von Engelsfors wird der Schüler Elias tot aufgefunden, scheinbar hat er Selbstmord begangen. Kurz darauf bemerken sechs Schülerinnen, dass außergewöhnliche Dinge mit ihnen passieren. Zunächst sind die Mädchen darüber sehr verwirrt, doch in einer Nacht, in der sie sich alle wie von einer anderen Kraft gelenkt auf einem verlassenen Vergnügungspark treffen, gewinnen sie etwas mehr Klarheit. Linnéa, Minoo, Rebecka, Vanessa, Ida und Anna-Karin sind auserwählt das Böse zu bekämpfen und müssen nun lernen ihre neu gewonnenen Kräfte dagegen einzusetzen. Dies ist natürlich nicht besonders einfach, wenn man sich weder besonders mag, noch in irgendeiner Art und Weise vertraut. Erschwerend hinzu kommt, dass ihr Mentor leider sein Gedächtnis verloren hat und ihnen damit nicht wirklich eine große Hilfe ist.

Der Einstieg in das Buch gelingt sehr leicht. Direkt am Anfang wird ordentlich Tempo aufgenommen und die Handlung in Gang gesetzt, was aber leider nicht lange vorhält.
Die Mädchen stehen abwechselnd im Fokus, so dass man sie alle nach und nach näher kennen lernt; nur über Ida erfährt man nicht besonders viel. Zunächst ist es sehr schwierig die Mädchen alle auseinander zu halten und ich musste mehrmals zurück blättern, um zu gucken wer jetzt noch mal wer war. Jedes der Mädchen hat zwar seine eigenen kleinen Probleme hat und sie sind alle grundverschieden, aber trotzdem sind 6 Hauptpersonen doch schon recht viel. Diese Verwirrung hat sich im Laufe des Buches aber relativ schnell gelegt und jedes der Mädchen wurde mir immer sympathischer.
Positiv ist, dass die Konflikte zwischen den Mädchen nicht direkt gelöst sind nachdem sie wissen, dass sie zusammen gehören und den Zirkel bilden. Die Probleme, die sie auch vorher schon untereinander hatten, bestehen weiter, was ordentlich Bewegung in die Geschichte bringt.

Die Einführung der einzelnen Charaktere dauert allerdings recht lang und es wird Schritt für Schritt geschildert, wie sie ihre plötzlich auftretenden Kräfte entdecken. So nimmt das schnelle Tempo, mit dem das Buch anfängt, leider ziemlich schnell auch wieder ab. Erst gegen Mitte des Buches werden einige offenen Fragen geklärt und die eigentliche Handlung beginnt. Die lange Einführungsphase ist weder uninteressant noch langweilig, aber dennoch hätte man diese verkürzen können, um die Spannung etwas mehr aufrechtzuerhalten. Das letzte Drittel des Buches hat mich aber wieder richtig gefesselt, denn es wurden einige offene Fragen geklärt und es wurde ziemlich spannend. Dieser Teil des Buches hat den recht langsamen Anfangs- und Mittelteil auf jeden Fall wieder wett gemacht.

Das Buch ist in mehrere Teile gegliedert und zwischen diesen Teilen liegt häufig eine recht lange Zeitspanne. In dieser Zwischenzeit kommen die Mädchen häufig einigen Antworten auf die Spur, als Leser erfährt man dadurch aber leider nicht wie genau sie darauf gekommen sind. Das finde ich ein bisschen schade. 




Den Schreibstil habe ich als sehr angenehm empfunden und hat mit dazu beigetragen, dass ich Zirkel sehr gerne gelesen habe. Das ein oder andere Mal hat mich das Buch zum Schmunzeln gebracht und es fiel mir leicht mich mit den Figuren zu identifizieren.

Zirkel hat zwar einige kleine Schwächen, aber trotzdem ein schönes Lesevergnügen.
4 von 5 Herzen.




603 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
Verlag: Dressler
Erscheinungsdatum: Februar 2012
Reihe: 1. Band der Engelsfors-Trilogie

Link zu Amazon


Kommentare:

Binzi hat gesagt…

Eine sehr gute Rezension!
Das Buch habe ich mir vor ein paar Wochen aus der Bücherei ausgeliehen und werd es dann ganz bald lesen. :)

Hab deinen Blog gerade entdeckt und bin Leserin geworden. Würde mich sehr freuen, wenn du mal bei mir vorbeischaust und evtl. auch Leser wirst. www.binzis-buecher.blogspot.de

Liebe Grüße & einen schönen Sonntag!
Binzi

Sarah_lebenfürslesen hat gesagt…

Schön das es dir gefallen hat :)
Jetzt merk ich mal wieder wie verschieden Geschmäcker sind.
Schön rezensiert.

Allerliebste Grüße

-Dana- hat gesagt…

Wunderschöner Blog♥
Lust auf ggs. verfolgen?

Lg Dana
http://foundme-daana.blogspot.de/

Plumblossoms hat gesagt…

Danke für das Gefällt mir :DD ♥

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