Mittwoch, 20. März 2013

Faunblut - Nina Blazon




Sie hat zwei Seelen, eine muss er töten. 

Eine Metropole am Rande der Zeit. Eine Herrschaft im Zeichen der Gewalt. Und eine Liebe wider jede Vernunft.
Als Jade, das Mädchen mit den flussgrünen Augen, den schönen und fremdartigen Faun kennenlernt, ist ihre Welt bereits am Zerbrechen. Aufständische erheben sich gegen die Herrscherin der Stadt und die sagenumwobenen Echos kehren zurück, um ihr Recht einzufordern, Jade weiß, auch sie wird für ihre Freiheit kämpfen, doch Faun steht auf der Seite der Gegner …


(Quelle des Klappentextes)
Ich weiß gar nicht so richtig, wo ich anfangen soll. Ich bin mit der Geschichte von Faunblut leider nicht wirklich warm geworden. 
Der Klappentext auf dem Buch hat mir nicht viel über den Inhalt verraten und so war ich auf den ersten paar Seiten sehr verwirrt. Diese Verwirrung hat sich nach einer Weile gelegt, allerdings konnte die Story mich trotzdem erst spät packen. Am Schluss kam endlich für mich Spannung auf und das auch nicht zu knapp! 

Mein erstes Problem mit dieser Geschichte war, dass ich mich nicht ausreichend über die Lebensumstände der Charaktere aufgeklärt gefühlt habe. Was ist das für eine Welt in der Jade lebt? Was herrschen für Verhältnisse? Jade befindet sich anfangs auf dem Weg zu einem Schwarzmarkt, daher kann man sich erschließen, dass die Bewohner eingeschränkt leben und nicht alle Waren frei zugänglich sind. Aber warum das so ist, darüber hätte ich direkt zu Anfang gerne mehr erfahren. Vielleicht hätte ich dann besser in die Geschichte herein finden können. 
Ich konnte mir aus dem Klappentext erschließen, dass es sich bei Faunblut um eine Liebesgeschichte handelt. Allerdings war ich auch was das betrifft anfangs nur verwirrt. Direkt am Anfang ist Jade von einem Echo - rätselhafte Wesen, die als sehr gefährlich gelten - völlig fasziniert und bekommt dieses nicht mehr aus dem Kopf. Daraus habe ich geschlossen, dass sich eine Liebesgeschichte zwischen Jade und einem Echo entwickeln wird. Etwas genervt war ich dann, als in der Richtung einfach nichts passiert ist! (Erst spät erfährt man, was es wirklich mit den Echos auf sich hat.) Dann trat Faun auf und ich habe gemerkt, dass ich mit meiner Vermutung falsch lag. 
Aber auch mit dem Auftreten Fauns wurde die Geschichte für mich nicht besser. Es wurde für mich eher ziemlich unlogisch. Faun beachtet Jade kein bisschen, ist ihr gegenüber unhöflich und trotzdem verliebt Jade sich in ihn. Ok, das kann man vielleicht irgendwo noch verzeihen. Aber ganz plötzlich, wie aus dem Nichts, küsst er Jade und die beiden beginnen eine heimliche Beziehung zu führen. Für mich war dieser plötzlicher Wandel von Faun überhaupt nicht logisch oder nachvollziehbar. Gegen Ende des Buches wird aufgeklärt, warum Faun sich in der Öffentlichkeit Jade gegenüber so schroff verhält, aber trotzdem wirkte dieser plötzliche Kuss für mich unglaubwürdig und ich konnte diese Liebesgeschichte nicht ernst nehmen.
Ab einem gewissen Punkt ist die Liebesgeschichte eher in den Hintergrund gerückt. Worum es dann hauptsächlich geht, möchte ich aber nicht verraten, um nicht zu viel des Inhalts zu verraten. Aber ab diesem Punkt hat mir die Geschichte schon um Vieles besser gefallen und am Ende konnte sie mich sogar richtig packen.



Die Charaktere haben mir alle gut gefallen und wirkten authentisch. Nur mit Faun hatte ich so meine Probleme, da er für mich ohne die spätere Erklärung seines Verhaltens so wirkt, als wäre Jade ausreichend für die Nacht, aber gesehen werden möchte er nicht mit ihr. Nicht sympathisch. Jade hingegen fand ich klasse, da sie mehr als nur einmal in der Geschichte großen Mut beweist und eine große Beobachtungsgabe besitzt, wodurch sie der "Lösung" irgendwann auf die Spur kommt. 
Was mich wirklich fasziniert hat, ist der Schreibstil der Autorin. Die Welt, die sie entworfen hat, ist wunderschön dargestellt (auch wenn mir anfangs ein kleiner Blick in die Vergangenheit zur Erklärung wirklich geholfen hätte) und wirkt teilweise schon fast poetisch. Die Emotionen Jades werden ebenfalls sehr gekonnt übermittelt, wodurch man sich als Leser sehr schön in sie hineinversetzen kann. 

Insgesamt fällt es mir schwer, Faunblut zu bewerten. Die Geschichte hat sich teilweise sehr in die Länge gezogen und einige Erklärungen haben mir gefehlt, ohne die Teile der Geschichte für mich  unlogisch und nicht nachvollziehbar wirkten. Ab Mitte des Buches wurde es interessanter und gegen Ende konnte es mich dann richtig fesseln und ich wurde nicht nur einmal überrascht. Der wunderbare Schreibstil lässt einen die "Durststrecken" aber einigermaßen verzeihen. 
Stilistisch absolut top, inhaltlich leider manchmal etwas zäh.

3 von 5 Herzen


480 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 1. Dezember 2008


real-booklover hat gesagt…

Nina Blazon hat wirklich einen tollen Schreibstil! :)

Und boaah hat Faun mich genervt :D

Pia hat gesagt…

Haha wie schön, dass ich nicht alleine dastehe mit der Meinung!

ma ra hat gesagt…

Ich werde das Buch wohl auch demnächst mal lesen! Ich finde zwar das der Klappentext jetzt nicht so umwerfend klingt, aber ich haben von Nina Blazon schon "Schattenauge" gelsen und das fand ich total toll!:)

Schöne Grüße
Mara

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