Sonntag, 28. April 2013

Forever - Maggie Stiefvater


Da es sich um den letzten Teil einer Trilogie handelt, können in dieser Rezension Spoiler zum ersten und zweiten Band enthalten sein!

Nachdem Sam und Grace früher im Winter getrennt waren, weil Sam sich in einen Wolf verwandelt, ist es nun Grace, die plötzlich als Teil des Rudels durch die Wälder streift. Doch langsam wird es wieder wärmer und Grace und Sam sind bald wieder vereint. Cole versucht währenddessen mehr über die Verwandlungen heraus zu finden.
Doch alles ändert sich, als ein weiteres von den Wölfen getötetes Mädchen gefunden wird. Das Rudel ist in Gefahr und es ist an Sam, Grace, Cole und Isabel die Wölfe zu retten!


Was für eine Überraschung! Da mir Teil 1 und 2 dieser Trilogie nur mittelmäßig bis gar nicht gefallen haben, hätte ich Forever wohl gar nicht erst gelesen, wenn ich ihn nicht schon hier zu Hause gehabt hätte. Um das Buch nicht ungelesen hier stehen zu lassen und um die Reihe abzuschließen, habe ich doch noch nach dem Buch gegriffen und ich bin wirklich überrascht. Denn der Abschluss der Wolves of Mercy Falls-Trilogie hat mir wirklich gut gefallen!

Inhaltlich beschäftigt sich dieser dritte Band zum Teil wieder mit der Frage, worauf die Verwandlung  in Wölfe zurückzuführen ist, wie man sie auslösen oder gar stoppen kann. Cole spielt, was diesen Aspekt angeht, eine sehr wichtige Rolle. Aber primär beschäftigt einen als Leser natürlich die Frage: Was ist mit Grace? Da der vorhergehende Band mit Graces hinausgezögerter Verwandlung aufgehört hat, fragt man sich natürlich, wie Sam damit umgeht, dass Grace nun plötzlich ein Wolf ist. Und was das angeht, hat Sam sich in meinen Augen sehr verbessert. Er ist nicht mehr so weinerlich und leidet die ganze Zeit, sondern reißt sich endlich mal zusammen! Cole und Isabel hatte ich ja schon in Linger ein bisschen in mein Herz geschlossen, aber in Forever sind sie eindeutig meine liebsten Charaktere. Auch, wenn sich die doch etwas ungewöhnliche Beziehung der beiden geändert hat. Cole opfert sich schon fast auf, um mehr über das Prinzip der Verwandlungen herauszufinden und Isabel bringt mich mit ihren sarkastischen Kommentaren immer wieder zum Lachen.
Auch Grace ist, wie Sam, um einiges reifer geworden. Diese Entwicklung der Hauptcharaktere war  für mich aber auch schwer nötig! Hätte sich dahingehend nichts bei den Beiden getan, hätte ich das Buch eventuell doch halb gelesen zur Seite gelegt, da hätte die restliche Handlung noch so spannend sein können. 
Spannung ist auch ein gutes Stichwort. Die ist in Forever nämlich endlich mal vorhanden! Während im zweiten Teil die Handlung nur unnötig in die Länge gezogen wurde und es von vornherein klar war, wie das Buch ausgeht und somit keinerlei Spannung vorhanden war, konnte ich hier endlich mal mitfiebern! Vor allem gegen Ende hin hat mich das Geschehen richtig gepackt und ich musste wissen, wie die ganze Geschichte um das Wolfsrudel nun ausgeht.
Positiv fand ich ebenfalls, dass ein, zwei Handlungsstränge aus dem ersten Band hier wieder aufgenommen werden, die im zweiten Teil überhaupt keine Erwähnung finden. Einer dieser Stränge war ein Aspekt, der bei mir nach Beenden von Shiver einige Fragezeichen zurückgelassen hat und dass dies dann in Linger nicht weiter angesprochen wurde, hat mich etwas verwundert. Meine Fragezeichen haben sich nach Forever zwar nicht völlig aufgelöst, aber wenigstens wurde das Thema wieder aufgenommen und etwas weiter ausgebaut.


Der Schreibstil ist auch in Forever wieder sehr verschnörkelt, es sind viele Vergleiche in den Text eingebaut. Allerdings hat mich das hier nicht so massiv gestört wie beispielsweise im ersten Teil. Vielleicht liegt es daran, dass mir hier die Handlung gut gefallen hat und ich mich daher nicht so sehr auf den Schreibstil konzentriert habe. Wie in den vorherigen Bänden werden auch hier immer mal wieder kurze Gedichte oder Songtexte wiedergegeben, die sehr schön Sams Gefühle verdeutlichen und das Ganze abrunden.

Insgesamt fällt meine Meinung zu Forever positiv aus. Die Handlung war spannend und wurde nicht unnötig hinausgezögert. Auch die Charaktere haben eine Wandlung ins Positive durchgemacht, wodurch mir diese Geschichte endlich mal Spaß gemacht hat.

4 von 5 Herzen


Das Urteil für die gesamte Trilogie fällt für mich allerdings eher mittelmäßig bis schlecht aus. Dass ich mich erst durch zwei weniger gute Bände kämpfen musste, um einen schönen Abschluss der Geschichte zu bekommen, lohnt sich einfach nicht. Eine unbedingte Leseempfehlung würde ich daher nicht aussprechen. Aber wem der erste Band sehr gut gefällt, dem wird sicher auch der zweite und dritte Band gut gefallen. Meins war es  leider einfach nicht.


496 Seiten, Taschenbuch
Verlag: Scholastic
Erscheinungsdatum: 13. Juli 2011
Reihe: 3. Teil der Wolves of Mercy Falls-Trilogie
          (Rezension zum 1. Teil)
          (Rezension zum 2. Teil)
Deutscher Titel: In deinen Augen
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Anna hat gesagt…

Mich konnte die Reihe auch nicht komplett überzeugen, weil es eben einfach vorhersehbar ist. Warum können die Bücher nicht einfach nur von Isabel und Cole handeln, dann währe die Reihe wirklich genial, aber so? Er ist ein Werwolf, kaum ist das geklärt wird sie ein Werwolf, mehr ist mir von der Reihe nicht wirklich in Erinnerung geblieben... ^^

Pia hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Pia hat gesagt…

@Anna: Ich kann mich deiner Meinung nur anschließen! Wenn es um Isabel und Cole ginge, wären die Bücher so viel besser!
Ich finde ja auch, dass man daraus einen Zweiteiler hätte machen können. Der zweite Teil war so unnötig! Das Geschehen hätte man auf ein paar Seiten verkürzen können und ins zweite Buch packen können. Dann wäre die Reihe wenigstens nicht so langwierig gewesen. ;)

Anna hat gesagt…

Den zweiten Teil hätte man wirklich auf den Klappentext beschränken können^^

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