Mittwoch, 21. August 2013

Percy Jackson: Der Fluch des Titanen - Rick Riordan


Da es sich hierbei um den dritten Teil einer Reihe handelt, können in dieser Rezension Spoiler zu Band 1 und 2 enthalten sein!



Die Götter des Olymp befürchten das Schlimmste, denn die Titanen rüsten zum Krieg! Percy und seine Freunde müssen bis zur Wintersonnenwende die Göttin Artemis befreien, die in die Klauen der finsteren Mächte geraten ist. Dabei müssen sie gegen die gefährlichsten Monster der griechischen Mythologie antreten - und geraten selbst in tödliche Gefahr. Aber mit Percy haben die Titanen nicht gerechnet. Dabei weiß doch inzwischen jeder, dass er mit allen Wassern gewaschen ist - schließlich ist er der Sohn des Poseidon!

(Quelle des Klappentextes)


Das Ende des 2. Teils der Percy Jackson-Reihe kann man ja schon fast als fiesen Cliffhanger bezeichnen, daher musste ich sofort mit dem dritten Band weiter machen. Der Fluch des Titanen ist wieder eine tolle, spannende Geschichte, doch eine Kleinigkeit hat mich dieses Mal ein wenig enttäuscht, weshalb ich leider nicht die komplette Punktzahl bei der Bewertung geben kann.

Damit, dass Thalia mit Hilfe des goldenen Vlieses wieder zurückkehren kann, habe ich überhaupt nicht gerechnet und ich war sehr gespannt, welche Konsequenzen dies für Percy und das gesamte Camp Halfblood hat. Sehr erstaunt und enttäuscht war ich daher, dass auf diese Konsequenzen zu Anfang gar nicht eingegangen wird. Ich hatte mir erhofft, dass der dritte Band an der Stelle weiter gehen würde, an der Im Bann des Zyklopen aufgehört hat und man so die Folgen von Thalias Rückkehr genau mitbekommt. Aber das ist leider nicht so. Es sind mehrere Monate vergangen und Percy und Thalia sind scheinbar gut befreundet. Darüber, wie es dazu gekommen ist und wie sie sich die, die ja nun beide für die alles entscheidende Prophezeiung in Frage kommen, besser kennen gelernt haben, hätte ich sehr gerne mehr erfahren. Zu Beginn des Buches hatte ich somit viele Fragen und war verwirrt, da außer der Tatsache, dass Percy und Thalia Freunde sind, nichts weiter zu ihrem Verhältnis zueinander gesagt wird.
Davon abgesehen gestaltet sich der Anfang von Der Fluch des Titanen äußerst spannend und es geht direkt zur Sache. Es dauert nicht lange und Percy, Thalia und Annabeth sind in ein spannendes Abenteuer verwickelt und treffen dabei die Göttin Artemis. Doch die Begegnung ist nur von kurzer Dauer, denn die Göttin der Jagd wird entführt und es ist die Aufgabe der Halbgötter, Artemis zu befreien. 

Auch Der Fluch des Titanen hat mich wieder richtig begeistert, doch im Gegensatz zu den ersten Bänden ist dieser um einiges emotionaler. Besonders die Rolle Annabeths weckt Emotionen und hat mich durchweg hoffen lassen, dass Percy es schafft, seine Aufgabe zu erledigen. Die Voraussage des Orakels vor der Abfahrt, dass 5 losziehen werden, aber nur 3 zurückkommen, überschattet die Ereignisse, wodurch einen die Geschehnisse besonders mitnehmen und man durchgehend hofft, dass das Orakel sich irrt. Spannung ist demnach garantiert, vor allem da Luke immer noch auf Seiten der Titanen steht und Kronos zu seiner Rückkehr verhelfen möchte. 
Neben alten Bekannten begegnet Percy aber auch vielen neuen Charakteren und Göttern. Die Darstellung von Artemis und Apollo hat mich besonders begeistert und überrascht, beide hätte ich mir anders vorgestellt. Wieder einmal beweist Rick Riordan somit eine Unmenge an Fantasie, was auch den dritten Band zu einem tollen Lesevergnügen für mich gemacht hat! Auch hier hält das Ende wieder eine große Überraschung bereit, sodass man, wie bei den Vorgängern, den nächsten Teil am besten griffbereit hat.

Der Fluch des Titanen ist von der ersten Seite an spannend und voller Action. Es wird nicht lange gezögert und man steckt sofort in einem Abenteuer mit Percy und seinen Freunden. Hierbei gestaltet sich das Abenteuer jedoch besonders schwierig und dramatisch, sodass das Buch mich wirklich fesseln konnte. Einziger Wermutstropfen für mich ist, dass nicht genauer auf die Rückkehr von Thalia zu Beginn des Buches eingegangen wird, sondern ihre Anwesenheit als selbstverständlich dargestellt wird. 
Trotzdem sprüht das Buch wieder nur so vor Fantasie und toller Ideen, weshalb ich die Percy Jackson-Reihe nur jedem empfehlen kann!

4 von 5 Herzen


368 Seiten, gebunden (auch als Taschenbuch erhältlich)
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: Februar 2010
Reihe: 3. Teil der Percy Jackson-Reihe
          Rezension zu Band 1
          Rezension zu Band 2
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Rubin hat gesagt…

Hey:)
Ich habe den ersten Film gesehen und möchte unbedingt auch den zweiten sehen, aber zu den Büchern habe ich mich irgendwie noch nie durchringen können. Allerdings findet die jeder gut, vielleicht wäre es mal ne "reise" wert. :)

haha, ich glaube mit dir ist alles in Ordnung, ich meine, was soll ich dann sagen? ich habe das Gefühl, dass ich dir einzige war die mit "Die Tribute von Panem" nichts anfangen konnte :o

Danke, für das Kompliment (das ich übrigens sehr gerne zurück gebe!), das ist das Werk von Ally. :)

Ich habe gerade gesehen, dass du Germanistik studierst, ich habe zwar noch ein paar jahre Zeit, aber ich denke auch schon drüber nach was ich später machen möchte. Wie ist das Studium und was beinhaltet es? ;)

Liebe Grüße und einen schönen Abend noch wünscht dir
Rubin:)

Pia hat gesagt…

@Rubin: Ich würde jedem die Percy Jackson Bücher nur empfehlen, die machen einfach so einen Spaß!

Mir hat das Germanistik-Studium sehr gut gefallen, auch wenn ich nicht alles unbedingt mochte oder damit zurecht kam. Wichtig zu wissen ist auf jeden Fall, dass das Fach in 3 Bereiche unterteilt ist: Neuere deutsche Literatur (Literatur ab ca. 15./16. Jhd.), Ältere deutsche Literatur (Mittelhochdeutsche Literatur, ca. 11.-14. Jhd.) und Sprachwissenschaft. Dass es bei Germanistik nicht nur darum geht, Goethe und ähnliches zu lesen und analysieren, sollte man finde ich wissen, bevor man sich zu dem Studium entschließt.
Was genau letztendlich das Studium beinhaltet, kommt auf die angebotenen Seminare und Vorlesungen an und im Hauptstudium legt man sich in der Regel auf 2 der Bereiche fest, aber Grundkenntnisse (also Einführungsseminare, die jeweils aus 2 Teilen bestehen - so ist es zumindest an der Uni Köln) müssen in allen drei Bereichen erreicht werden. Wenn man also - wie ich ;) - beispielsweise mit Sprachwissenschaft nicht so gut zurecht kommt, muss man sich trotzdem durch die Einführungsseminare durchkämpfen und die Klausur/Hausarbeit irgendwie bestehen.
Falls du noch genauere Fragen hast, kannst du mir auch gerne eine Email schreiben: pia@seitenblicke-blog.de
Ich studiere allerdings noch auf Magister, den es ja inzwischen nicht mehr gibt. Daher kann ich dir nur Auskunft darüber geben, wie das bei mir ist/war, kann sein, dass sich mit der Umstellung auf Bachelor ein paar Dinge geändert haben. :)

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