Mittwoch, 25. Januar 2017

The School for Good and Evil - Soman Chainani


Eine märchenhafte Geschichte voller Fantasie und Witz - wer danach sucht, ist bei The School for Good and Evil von Soman Chainani genau richtig! Mit viel Kreativität wird die Geschichte von Sophie und Agatha erzählt, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Agatha trägt am liebsten schwarze und triste Kleidung und ist ein Einzelgänger. Ihre Freundin Sophie hingegen sieht mit ihrem blonden Haar aus wie ein Engel, sie ist hilfsbereit und kann es kaum erwarten, endlich eine richtige Märchen-Prinzessin zu sein. Denn alle vier Jahre werden zwei Kinder aus ihrem Dorf vom sogenannten Schulmeister entführt und gelangen in die Schule für Gut und Böse. Wie der Name bereits erahnen lässt, werden die Kinder hier streng eingeteilt in Gut und Böse, um für ihr zukünftiges Märchen ausgebildet zu werden - entweder als Bösewicht oder als Prinzessin.

Sophie weiß, dass ihr das Leben als Prinzessin vorherbestimmt ist. Für sie ist es somit keine Überraschung, dass sie zu den zwei Kindern gehört, die entführt werden. Agatha wird ebenfalls vom Schulmeister mitgenommen und so beginnt das größte Abenteuer der beiden Mädchen. Zur Überraschung der beiden landet Sophie jedoch bei den Bösen und Agatha bei den Guten - hier kann ja wohl nur ein Fehler vorliegen! Beide Mädchen haben es aufgrund der falschen Zuordnung nicht leicht, sich in der Schule einzugewöhnen. Für Sophie steht fest: Die Verwechslung muss so schnell wie möglich berichtigt werden. Agatha hingegen möchten am liebsten einfach nur wieder zurück in ihre Heimat. Einziger Lichtpunkt für sie ist Sophie, ihre beste Freundin.

Als Leser bekommt man im Wechsel von den Erlebnissen der beiden Mädchen zu lesen. Sie haben mit fiesen Mitschülern, den ungewohnten Unterrichtsfächern und den Lehrern zu kämpfen. Da Sophie und Agatha so unterschiedlich sind, kommt an keinem Punkt der Geschichte Langeweile auf. Mich hat The School for Good and Evil somit sehr schnell in seinen Bann gezogen und auch nicht mehr losgelassen. Die Wende der Ereignisse ist vielleicht keine riesige Überraschung, aber trotzdem macht es einfach nur Spaß, das Buch zu lesen - auch wenn man nach einer Weile einer der Protagonistinnen nur noch wenig Sympathie entgegenbringen kann. Der Grund für den hohen Unterhaltungswert sind die großen Fantasie und Kreativität, die in die Geschichte geflossen sind: Die Schule steckt voller Überraschungen und Magie. Zudem hat mich das Buch mehrmals laut auflachen lassen - der trockene Humor hat die Geschichte ebenfalls zu etwas Besonderem gemacht.

Für mich war der erste Teil der Trilogie The School für Good and Evil ein richtiges Highlight, wenn es auch ein paar kleine Schwächen aufweist. Die Grundidee, dass Märchen wahr sind und die Protagonistinnen dieser jeweils in der Schule für Gut und Böse ausgebildet werden, ist einfach klasse. Zudem sind die Erlebnisse der beiden Mädchen sehr unterhaltsam und mit einem Augenzwinkern erzählt. Ich freue mich darauf, die beiden Fortsetzungen zu lesen. Insgesamt gab es daher 4 von 5 Herzen von mir.


512 Seiten, gebundene Ausgabe (deutsche Ausgabe)
Verlag: Ravensburger (englisch: Harper Collins)
Übersetzer: Ilse Rothfuss
Reihe: Band 1 der The School for Good and Evil-Trilogie

Leyla hat gesagt…

Ach, diese Idee zur Geschichte klingt jedes mal noch phänomenaler! (Und die Cover sind einfach der Hammer ;) Ich hatte beim ersten Entdecken auf Goodreads gedacht, dass es ein bisschen wie die Serie Once Upon a Time ist, aber ganz offensichtlich ist es noch sehr viel intensiver.

Deine Rezi macht mir deshalb wieder total Lust, die Bücher zu kaufen. Es gibt derzeit so selten Fantasy Bücher mit einzigartiger Innovation, also hab ich lange keine neueren Reihen aus dem Bereich gelesen. Bei diesen hier aber werd ich mich wohl mal mit beschäftigen =D

Super Rezi, sehr übersichtlich und erklärend!
Liebe Grüße,
Ley

zeilenblicke hat gesagt…

@Leyla: Ganz lieben Dank! "Once Upon a Time" habe ich nicht gesehen, daher kann ich nicht vergleichen. Aber ich bin wirklich begeistert von The School for Good and Evil. Zumindest vom ersten Teil, da ich die weiteren noch nicht gelesen habe. Ich hoffe aber sehr, dass ich die komplette Trilogie lieben werde. Und dass die Bücher im Regal toll aussehen, ist ein nettes Plus. ;)

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